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	<title>Wege aus dem Kapitalismus &#187; widerstand</title>
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		<title>Vom Ritual zur Revolte</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jan 2007 09:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Postkolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Bewegungen]]></category>
		<category><![CDATA[» Veranstaltung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der unbekannte Literatur-Nobelpreisträger Wole Soyinka (Nigeria) Mittwoch, 10. Januar 2007, 19:00 Uhr, Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin Referent: Johannes Stockmeier, Moderation: Uli Weiß Wole Soyinka, der 1986 als erster Afrikaner den Literaturnobelpreis erhielt, ist ein Mittler zwischen afrikanischem und westlichem Denken, zwischen kultureller Tradition und Moderne in Nigeria. Sein lebenslanges bürgerrechtliches Engagement, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span class="id">Der unbekannte Literatur-Nobelpreisträger Wole Soyinka (Nigeria)</span></h3>
<p>Mittwoch, 10. Januar 2007, 19:00 Uhr, <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a>, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin</p>
<p>Referent: Johannes Stockmeier, Moderation: Uli Weiß</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wole_Soyinka">Wole Soyinka</a>, der 1986 als erster Afrikaner den Literaturnobelpreis erhielt, ist ein Mittler zwischen afrikanischem und westlichem Denken, zwischen kultureller Tradition und Moderne in Nigeria. Sein lebenslanges bürgerrechtliches Engagement, das ihn zu einer der wichtigsten unabhängigen Stimmen innerhalb und außerhalb des Landes gemacht hat, speist sich aus einer langen Widerstandstradition gegen koloniale Unterdrückung. Soyinka muss dabei die Früchte der Aufklärung nicht verwerfen, um einen eigenen, afrikanischen Weg der Emanzipation finden zu können. So sieht er anarchische und autonomistische Elemente in religiösen Mythen und Kulten vermittelt, deren säkulares Fortwirken er in sozialen Bewegungen nicht nur Afrikas, sondern auch Lateinamerikas bestätigt findet. Seiner besonderen Lesart ist es zu verdanken, dass wir sowohl Kolonialismus und Repression, als auch Aufklärung und Emanzipation nicht als einseitig europäischen Import begreifen müssen.</p>
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		<title>Duchrow-Thesen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Feb 2003 13:34:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik / Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Uli Weiß Ulrich Duchrow wirft in seinem Buch &#8220;Alternativen zur kapitalistischen Weltwirtschaft. Biblische Erinnerung und politische Ansätze zur Überwindung einer lebensbedrohenden Ökonomie&#8221; (Matthias-Grünewald-Verlag 1997) Fragen auf, die unsere Suche nach Formen von Vergesellschaftung jenseits des Kapitalismus befördern könnten. Es geht im größten Teil des Buches um die materiellen und geistigen Voraussetzungen und Konsequenzen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Uli Weiß</em></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Duchrow">Ulrich Duchrow</a> wirft in seinem Buch &#8220;Alternativen zur kapitalistischen Weltwirtschaft. Biblische Erinnerung und politische Ansätze zur Überwindung einer lebensbedrohenden Ökonomie&#8221; (Matthias-Grünewald-Verlag 1997) Fragen auf, die unsere Suche nach Formen von Vergesellschaftung jenseits des Kapitalismus befördern könnten. Es geht im größten Teil des Buches um die materiellen und geistigen Voraussetzungen und Konsequenzen der Selbstbehauptung des kleinen jüdischen Volkes über 1000 Jahre bis etwa zu Jesus Zeiten.</p>
<p><span id="more-211"></span>Bedrängt von den damaligen Großmächten (Ägypten, Babylon, Rom) konnte sich dieses Volk nur unter folgenden Bedingungen behaupten:</p>
<ol>
<li>Vermeiden jeglichen Entscheidungskampfes mit diesen Mächten (die Niederlage wäre gewiss gewesen.)</li>
<li>Verhindern, dass sich immer wieder im Inneren solche Herrschaftsstrukturen herausbilden, die dazu neigen sich zu dauerhaften Vasallen der Großmächte zu installieren. Das wurde unter anderem durch periodische Revolten gegen die eigenen innerjüdischen Herrschaftsstrukturen gesichert.</li>
<li>Es wurden immer wieder Regeln des Zusammenlebens (einer spezifischen Vergesellschaftung) erzwungen, die die innere Differenzierung des Volkes in Grenzen hielten: Unter anderem alle sieben bzw. 49 Jahre Egalisierungen des Eigentums (Freisetzung/Entschuldung der in Schuldsklaverei geratenen Menschen, weitgehende Nivellierung des Eigentums)</li>
<li>Herausbildung eines spezifischen Gottesbegriffes.</li>
</ol>
<p>Duchrow setzt in einer wunderbaren, geradezu historisch-materialistischen Weise die dementsprechende Herausbildung des jüdischen Gottesbegriffes und die materiellen äußeren und inneren Existenzbedingungen und damaligen sozialen Kämpfe zueinander in Beziehung. Diese Denkweise, die er dabei praktiziert, ist für uns für die Suche nach Wegen aus dem Kapitalismus höchst hilfreich.</p>
<p>Wir wissen, dass dieses von Revolten getragene Ringen um die Bewahrung einer gewissen Selbstverwaltung, der Abwehr von Herrschaftsstrukturen und des damit verbundenen geistigen Ringens um Gemeinschaftsideologien letztlich verloren wurden, vielleicht richtiger gesagt, die Fähigkeit zur Konstituierung (relativ) freier Gesellschaft wurde verloren: Das römische Recht siegte. Die christliche Ideologie wurde zur Staatsreligion umgewandelt.</p>
<p>Mir geht es auch gar nicht darum, etwa ein ursprüngliches Christentum wieder zu mobilisieren. Aber es ist hochinteressant, gegen welche Prozesse über Jahrhunderte durchaus erfolgreich (wenn auch letztlich vergeblich) angekämpft wurde. In gewissem Sinne sind diese Kämpfe heute wieder aufzugreifen und dies angesichts der Errungenschaften der bürgerlichen Epoche mit der Aussicht auf Erfolg:</p>
<ol>
<li>Gegen die Herausbildung eines Staates des römischen Typus – heute Inbegriffe von Staat überhaupt – im Inneren bzw. gegen die vollständige Unterwerfung/Assimilation unter/in einen solchen äußeren.</li>
<li>Gegen eine wertförmige Vergesellschaftung. Insbesondere durch die Tributpflichtigkeit (Tribut wurde durch innerjüdische Herrscher eingetrieben und an die Großmächte weitergegeben) waren die jüdischen Stämme gezwungen, in bemerkenswertem Maße nicht nur unmittelbar für die eigenen Bedürfnisse zu produzieren, sondern für einen sich ausbreitenden Markt, also für fremde Zwecke. Dies zersetzte ihre Gemeinschaftsstrukturen und bedrohte ihre Existenz als selbstständiges Volk. Es wurde unter anderem eine ganz bestimmte Form von Religiosität mobilisiert, um eben diese unvermeidbar zerstörenden Wirkungen zurückzudrängen oder zu begrenzen. Letztlich ging es um die Frage: Erfolgt die Vergesellschaftung durch die gemeinschaftliche Sorge und Arbeit für die Befriedigung gemeinschaftlich bekannter und gemeinschaftlich (Familie/Stamm) zu befriedigende Lebensbedürfnisse oder konstituiert sich Gesellschaft über das Prinzip Es-muss-sich-rechnen. Letzteres wird versinnbildlicht durch den Tanz ums goldenen Kalb bzw. ganz real durch das erzwungene Niederknien vor dem vergoldeten Standbild des römischen Kaisers (=römischen Gottes).</li>
</ol>
<p>Genau um diese Problemfelder gehen heute unsere Diskussionen:</p>
<p>Duchrows Darstellung bestärkt mich in inzwischen gewonnenen Überzeugungen: Wer Wege aus dem Kapitalismus sucht, muss Formen der Aufhebung von staatlicher und wertförmiger Vergesellschaftung suchen. Es ist also – unter ganz anderen Voraussetzungen – genau dieser Kampf zu kämpfen, der damals vom jüdischen Volk geführt (und verloren ) wurde. Es gibt keinen Zugang zu einem Weg aus dem Kapitalismus, der nicht von vornherein mindestens genau diesen beiden Kriterien gerecht wird.</p>
<p>Duchrow, der mit seiner historischen Darstellung diese Auffassung befördert, widerspricht mir faktisch mit seinem praktisch-politischen Teil. Hier geschieht offenkundig das, was auch bei uns immer wieder zu Widersprüchen führt:</p>
<p>Duchrow will praktisch-politisch wirken, um wenigstens die verheerendsten Auswirkungen der kapitalistischen Produktionsweise (die er auch so benennt) zu begrenzen. (Das nennt er antikapitalistische Politik.)</p>
<p>In diesem Vorhaben ist er letztlich gezwungen, auf eine politische Regulierung genau dieser Produktionsweise zu setzen, so auf eine politisch erzwungene andere Verteilung des (weiterhin kapitalistisch) produzierten Eigentums. Wenn er auf diesem Wege zukünftig die Bewahrung von Zivilisation für möglich hält (und jeder Mensch, der über die Staatsmacht wirken will, muss es für möglich halten), dann macht es durchaus Sinn, sich auf eine andere Weise als ich sozusagen auf die Kämpfe der frühen Christen zu beziehen. Er holt daraus (genau das ist für mich nicht überzeugend) die Vorstellung, dass den barbarischen Tendenzen der Staats- und Wertförmigkeit eine geistig-moralische Grenze gesetzt werden muss und auch gesetzt werden kann. Er setzt auf Religiosität der Art der frühen Propheten (gegen die der Priester).</p>
<p>An anderer Stelle habe ich begründet, warum m.E. angesichts des erreichten Niveaus der kapitalistischen Vergesellschaftung solche Versuche seiner Zvilisierung zukünftig fehlschlagen müssen. Mit Marxschen Worten: Es geht heute nicht mehr um partielle Emanzipationen, sondern um die allgemeinmenschliche. Es geht nicht mehr darum (was Geschichte gemacht hat), die kapitalistische Gesellschaft durch Kämpfe im Rahmen ihrer Grundinstitutionen einigermaßen zu zivilisieren, sondern darum diese aufzuheben.</p>
<p>Jeder Schritt zur Bewahrung von Menschlichkeit bedeutet heute, unmittelbar dem kapitalistischen Ganzen ein neues Ganzes, also neue Formen von Vergesellschaftung entgegenzusetzen, d. h. Keimformen einer neuen Gesellschaft zu konstituieren. (Hier verweise ich wieder auf &#8220;Empire&#8221; und unsere Diskussion.) Das bedeutet: Tätigkeiten zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, die nicht über Staat/Kapital/Wert vermittelt sind.</p>
<p>Widerstandsaktionen, die das nicht als eine Bedingung ihrer Existenz praktizieren, haben selbst im Falle des unmittelbaren Erfolges keinen antikapitalistiscen Charakter. Wenn sie etwa eine staatliche Unterstützung für bestimmte Projekte erzwingen, unterwerfen sie sich faktisch den Ursachen und Existenzbedingungen der von ihnen bekämpften Wirkungen, verschieben so die asozialen Wirkungen auf andere gesellschaftliche Bereiche.</p>
<p>Noch einmal: Diese Logik gilt nur dort, wo einer weiteren kapitalistischen Entwicklung keine zivilisatorische Potenz mehr innewohnt, wo in die Wert- und Staatsförmigkeit also auch durch keine Klassenkämpfe kein menschlicher Fortschritt mehr hineingepresst werden kann. Wer dies dagegen für möglich hält, braucht nicht nach Wegen aus dem Kapitalismus zu suchen, sondern nach Wegen zur Fortsetzung des Ringens um die Zivilisierung der bürgerlichen Gesellschaft. Wäre dies eine realistische Option, ich würde sofort mittun, denn dann ginge es gar nicht wie Duchrow titelt um Alternativen zur kapitalistischen Weltwirtschaft. Biblische Erinnerung und politische Ansätze zur Überwindung einer lebensbedrohenden Ökonomie. Dann ginge es wie bisher seitens der Arbeiterbewegung und des Real-&#8221;Sozialismus&#8221; auch weiterhin um Alternativen innerhalb der kapitalistischen Wirtschaft bzw. der bürgerlichen Epoche.</p>
<p>Dann ist allerdings die Berufung auf ein frühchristliches revolutionäres Ringen gegen den Tanz ums goldene Kalb und gegen das Niederknien vorm vergoldeten Vertreter des römischen Staates auch nicht gerechtfertigt. Dann haut der Bezug auf die damalige revolutionäre Religiosität nicht hin – die Herausbildung eines Gottesbegriffes – der rational nachvollziehbar eine weitgehend auf Selbstverwaltung gründende Gemeinschaftlichkeit geistig sichert.</p>
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		<title>Grundlegung einer freien Kooperation</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2002 13:54:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie / Praxis]]></category>
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		<description><![CDATA[Vortrag und Seminar, veranstaltet vom Diskussionskreis Wege aus dem Kapitalismus und Helle Panke e.V., 15./16. März 2002 In der Reihe &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221; wurden bisher unter anderem folgende Diskussionen geführt: mit Robert Kurz (Nürnberg) über theoretische Vorstellungen der Krisis-Gruppe zu Möglichkeiten des Ausbruchs aus dem Kapitalismus und über hemmende Faktoren dafür; mit Carola Möller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Seminar, veranstaltet vom Diskussionskreis <a href="http://wadk.de/">Wege aus dem Kapitalismus</a> und <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> e.V., 15./16. März 2002</p>
<p>In der Reihe &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221; wurden bisher unter anderem folgende Diskussionen geführt:</p>
<ul>
<li>mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kurz">Robert Kurz</a> (Nürnberg) über theoretische Vorstellungen der Krisis-Gruppe zu Möglichkeiten des Ausbruchs aus dem Kapitalismus und über hemmende Faktoren dafür;</li>
<li>mit Carola Möller (Köln) und anderen theoretisch und praktisch engagierten Leuten über alternativer Formen des Lebens und Arbeitens, über Chancen und Grenzen derartiger Versuche, eine neue Gesellschaftlichkeit jenseits von Kapitalismus und Warenproduktion zu begründen.</li>
</ul>
<p><span id="more-219"></span>Auf diese Veranstaltungen hin haben Diskussionsgruppen aus Köln und Bremen reagiert. Sie schlagen vor, den Diskurs über die unterschiedlichen Gesichtspunkte der Suche nach Wegen aus dem Kapitalismus auch durch gemeinsame Treffen zu befördern. Nun laden wir unter dem Motto Grundlegung einer freien Kooperation zur nächsten Runde ein.</p>
<p><strong>Freitag, 15. März 2002, 19.00 Uhr, Berlin, Kopenhagener Str. 76, 10437 Berlin (U/S-Bahn Schönhauser Allee)</strong></p>
<p>Christoph Spehr (Bremen) spricht einleitend über seine Arbeit:</p>
<p><strong><a href="http://www.opentheory.org/gleicher/">Gleicher als Andere</a> &#8211; eine Grundlegung der Freien Kooperation</strong></p>
<p>anschließend Diskussion, Eintritt: 1,50 EUR</p>
<p><strong>Sonnabend, 16. März 2002, 10.00-17.00 Uhr, Berlin, Kopenhagener Str. 8, 10437 Berlin (U/S-Bahn Schönhauser Allee)</strong></p>
<p><strong>Tagesseminar: Theoretische Möglichkeiten und praktische Erfahrungen bei der Suche nach herrschaftsfreier Kooperation</strong></p>
<p>Vorschlag für Seminarschwerpunkte am Sonnabend:</p>
<p><strong>10:00 bis 13:00 Uhr</strong>: Fortsetzung der Diskussion vom Vorabend über Christophs Positionen. Eingangs werden Positionen zur Theorie der Freien Kooperation vorgestellt:</p>
<ul>
<li>Stefan Meretz: Der wilde Dschungel der Kooperation</li>
<li>Ulrich Weiß: Bürgerliche Individuen in &#8220;freien&#8221; Kooperationen &#8211; Ende oder/und möglicher Ausgangspunkt freier Assoziationen?</li>
<li>Petra Haarmann: Jenseits des bürgerlichen Rechts: freie Assoziationen.</li>
</ul>
<p>Moderation: Johannes Stockmeier</p>
<p><strong>13:00 bis 14:00 Uhr</strong> Pause (mit Imbiss)</p>
<p><strong>14:00 bis 17:00 Uhr</strong> Wege aus dem Kapitalismus &#8211; viele Fragen</p>
<p>Hier könnte der Versuch unternommen werden, widersprüchliche Positionen und gemeinsame Fragestellungen zu diskutieren und sich hinsichtlich des weiteren Umgangs mit ihnen zu verständigen. Es sind dies Fragen, die sich direkt aus der Diskussion von Christophs Text ergeben bzw. die sich in den bisherigen öffentlichen Diskussionen der Gruppe Wege aus dem Kapitalismus und in anderen Zusammenhängen und Lebenserfahrungen immer wieder ergeben haben, z. B.:</p>
<ol>
<li>Wie ist das Verhältnis zwischen dem Widerstand gegen kapitalistische Zumutungen innerhalb kapitalistischer Strukturen und dem Ringen um positive Gestaltung nichtkapitalistischer Beziehungen und Strukturen? (Siehe unsere strittige Frage: Können im gewerkschaftlichen Kampf um Erhalt von Arbeitplätzen, um Sicherung und Verbesserung der Lage von Lohnabhängigen usw. Keimformen einer neuen Gesellschaft entstehen oder nicht?)</li>
<li>Welche Wechselbeziehungen bestehen zwischen Gemeinschaften/Assoziationen einerseits und Gesellschaften/Gesellschaftsformationen andererseits? Welche Gemeinschaften sind hier gemeint?:
<ul>
<li>Gemeinschaften der unmittelbaren Reproduktion menschlichen Lebens (Familien, Sippen, Clans);</li>
<li>Gemeinschaften, in denen sich Individuen finden, um bestimmte gemeinsame Lebensinteressen zu sichern (Abwehr von Bedrohungen, sog. Einpunktbewegungen, positive eigene Tätigkeiten zur Befriedigung von unmittelbaren Lebensbedürfnissen);</li>
<li>Gemeinschaften, in denen durch individuellen Selbstbetätigung jenseits der (kapitalistischen) Warenproduktion nützliche Dinge hergestellt bzw. sonstige schöpferische Leistungen erbracht werden, siehe Freie Software (Linux etc.), künstlerische, handwerkliche, pädagogische und sonstige Selbstbetätigung.</li>
</ul>
</li>
<li>Ist es überhaupt denkbar (oder gibt es historische Beispiele dafür), dass sich solche Gemeinschaften verbinden und jenseits der Wertvermittlung solche Gesellschaften begründen, in denen die Individuen tatsächlich frei werden? Ist es denkbar, dass sich solche Gemeinschaften/Gesellschaften die materiellen Bedingungen ihrer Existenz sichern und zwar nicht asketisch, sondern auf hohem zivilisatorischem Niveau?</li>
<li>Können dagegen Kooperationen, die entsprechend den Kategorien der Warenproduktion, also auch in denen bürgerlicher Äquivalenz- und Rechtsprinzipien konstituiert sind, solche freien Gesellschaften begründen und dadurch selbst zu freien Kooperationen werden oder läuft dies unvermeidbar immer wieder auf die Rekonstruktion ganz normaler bürgerlich-kapitalistischer Beziehungen/Unternehmen/Gesellschaften hinaus?</li>
</ol>
<p>Es wäre gut, wenn folgende Literatur bekannt ist:</p>
<ul>
<li>Christoph Spehr, <a href="http://www.opentheory.org/gleicher/">Gleicher als Andere</a>. Eine Grundlegung der Freien Kooperation.</li>
<li>Christoph Spehr, Die Aliens sind unter uns, Siedler Verlag 1999</li>
<li>Stefan Meretz, Der wilde Dschungel der Kooperation, siehe <a href="http://www.opentheory.org/dschungel/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/dschungel/text.phtml</a></li>
<li>Stefan Meretz, Linux &amp; Co, AG SPAK Bücher, <a href="http://www.kritisch-informatik.de/fsrevol.htm" target="_ ">http://www.kritisch-informatik.de/fsrevol.htm</a></li>
<li>Stefan Meretz, Freie Software, 20 Thesen für eine andere Gesellschaft, spw Nr. 120 2001, <a href="http://www.opentheory.org/fs-thesen/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/fs-thesen/text.phtml</a></li>
<li>Uli Weiß, Frei wozu? siehe <a href="http://www.opentheory.org/frei-wozu/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/frei-wozu/text.phtml</a></li>
<li>Uli Weiß, Sintflut ohne Arche, Notizen zu Robert Kurz: Schwarzbuch Kapitalismus, <a href="http://www.opentheory.org/sintflut/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/sintflut/text.phtml</a> und Seminarmaterial, hrg. von <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a></li>
<li>Carola Möller, Überlegungen zu einem gemeinwesenorientierten Wirtschaften, in: Auf der Suche nach der verlorenen Zukunft, trafo Verlag 1997</li>
</ul>
<p>Wegen der begrenzten Anzahl von Teilnehmern bitten wir für das Sonnabendseminar um Anmeldung über Uli Weiß, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a> e.V., Tel 030-475 387 24, Fax: 473 787 75, <span class="mh-email"><a href='http://www.google.com/recaptcha/mailhide/d?k=01d0ujgx2lpk5R83wEhrIpLQ==&amp;c=Prdnx_nfvlJW9RRnbmYjJzCcP6B1MmStzm1jHFVD8xk=' onclick="window.open('http://www.google.com/recaptcha/mailhide/d?k=01d0ujgx2lpk5R83wEhrIpLQ==&amp;c=Prdnx_nfvlJW9RRnbmYjJzCcP6B1MmStzm1jHFVD8xk=', '', 'toolbar=0,scrollbars=0,location=0,statusbar=0,menubar=0,resizable=0,width=500,height=300'); return false;" title="Hier klicken, um die Adresse anzuzeigen">VERSTECKTE EMAIL</a></span> und www.helle-Panke.de.</p>
<p>Kostenbeitrag für das Seminar: 5,00 EUR. Davon wird u.a. ein Imbiss finanziert.</p>
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