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	<title>Wege aus dem Kapitalismus &#187; wertkritik</title>
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		<title>Michael Heinrichs »Lösung« des Problems der Geldware</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 10:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Von patrick ÄT bb-goettingen.de Michael Heinrich argumentiert in der »Wissenschaft vom Wert« (S. 233-239 &#8211; in der 4. Auflage), Marx hätte die Geldware im ersten Band falsch bestimmt, weil bei ihm Geldware und Geld als allgemeines Äquivalent zusammenfallen, was nicht notwendig wäre und von ihm auch nicht begründet worden sei. Stattdessen sei das auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von patrick ÄT bb-goettingen.de</em></p>
<p>Michael Heinrich argumentiert in der »Wissenschaft vom Wert« (S. 233-239 &#8211; in der 4. Auflage), Marx hätte die Geldware im ersten Band falsch bestimmt, weil bei ihm Geldware und Geld als allgemeines Äquivalent zusammenfallen, was nicht notwendig wäre und von ihm auch nicht begründet worden sei. Stattdessen sei das auf der Geldware gründende Geld nur eine bestimmte Form von Geldsystem, die es zu Marx Zeiten eben gegeben hat, was aber zwar möglich, aber im Allgemeinen für die Warenproduktion nicht notwendig sei. Stattdessen braucht es nur ein »Zeichen«, das allgemeines Äquivalent sein kann, in dem sich also der Wert einer Ware darstellen kann, was nicht notwendig voraussetze, dass dieses Zeichen selbst Wert sei. Die Aufhebung der Goldbindung ist demnach lediglich eine historisch entwickeltere Form von Geldsystem, das reflektiert, dass Geldware eben für eine funktionierende Warenproduktion unnötig ist. <span id="more-323"></span></p>
<h3>Thesen dagegen</h3>
<p>Ich würde annehmen, da steckt etwas wahres drin, ist aber grundsätzlich erstmal falsch. Meine eher noch nicht ganz ausgearbeiteten Thesen dazu wären folgende:</p>
<p>Heinrich versucht erst gar nicht zu erklären, warum das Geldsystem historisch bestimmte Formen annimmt. Eine genauere historische Einbettung macht vor dem Hintergrund seiner Theorie vom Kapitalismus als letztlich statisches »System« auch gar keinen Sinn. Implizit scheint seine These dazu bestenfalls zu sein, dass sich das Geldsystem von der Geldware eben erst langsam emanzipieren musste, um in Reinform, also Geld als bloßes Zeichen, existieren zu können.</p>
<p>Dass das Geldsystem seit Wegfall der Goldbindung so etwas wie eine Geldware nicht hat, scheint erstmal zu stimmen. (Es gibt glaube ich Versuche, im Kontext der Weltordnungskriege z.B. das Öl als neue Geldware zu bestimmen, da es z.T. als Weltgeld fungiert bzw. den US-Dollar stützt, das halte ich aber eher für nicht so überzeugend, darin eine allgemeine Geldware zu sehen). Dieses historische »Geldsystem« kann aber nur erklärt werden, wenn die Warenproduktion in ihrer historischen Dynamik untersucht wird &#8212; wenn man die Nicht-Haltbarkeit der Geldware als Krisensymptom begreift &#8212; was natürlich für Heinrich nicht denkbar ist, da es ihm nach nur zyklische Krisen gibt. (Die Annahme einer anderen Geldware scheint mir eher das Komplement zu Heinrichs Krisenleugnung zu sein: Wenn der Kapitalismus doch eine Geldware braucht, dann muss sie eben noch irgendwie da sein).</p>
<p>Der Wegfall der Geldware wäre demnach eher ein Symptom der »Entsubstanzialisierung des Geldes«, das mit dem Schrumpfen der Wertmasse einhergeht. Genau in dem historischen Moment, wo das Kreditsystem zum Zweck des Krisenaufschubs zu seinem Höhenflug ansetzt, also ungedecktes fiktives Kapital als Reaktion auf die Krise der Wert-Verwertung beginnt zur Trägerin einer simulierten Verwertungsbewegung zu werden, die keine unmittelbare Entsprechung mehr zur Realakkumulation haben muss/kann, wird auch offensichtlich, dass sich die fiktiven Geldwerte nicht mehr in einer Geldware darstellen können.</p>
<p>Das von der Goldbindung entkoppelte Geld wäre so gesehen eher eine Voraussetzung für fiktive Wertschöpfung in der &#8216;finanzkapitalistischen Krisenverwaltung&#8217;, denn als das Geld von &#8216;funktionierender&#8217; Wert-Verwertung. Heinrich stellt demnach den Zusammenhang auf den Kopf: Er erklärt die Phänomene der Krise zum »eigentlichen Kern« des prosperieren kapitalistischen Normalbetriebs. Noch dazu projiziert er, was auf dem jetzigen historischen Entwicklungsstand zu sehen ist, in die kapitalistische Vergangenheit: eigentlich habe es eine Geldware noch nie gebraucht, wie er jetzt sehen zu können behauptet, es war mehr nur so etwas wie ein noch nicht zu sich gekommenes Geld, dass da zirkuliert wurde.</p>
<p>Sein Geldbegriff entspricht auch seiner quasi-Gleichsetzung von Wert- und Tauschwert und dem darauf beruhenden verkürzten Wertbegriff. Wenn Wert letztlich nur im Tausch existiert, wenn Wertsubstanz eine reine Illusion ist (der auch Marx aufgesessen sei), dann kann die Funktion von Geld auch nicht mehr sein, als eben den Wert einer Ware im Tausch darzustellen. Da Wert für ihn daher letztlich nicht mehr das gemeinsame Dritte ist, dass sich im Tauschwert (Verhältnis der Waren zueinander) ausdrückt, sondern eben nur als dieses Tausch-Verhältnis (=Tauschwert) existiert, ist es auch eher eine Konvention, braucht nicht selbst Wert zu sein, keine »Wertsubstanz« zu haben, sondern braucht eben nur Symbol zu sein, das dieses reine Verhältnis repräsentiert. (Er rückt damit auch wieder in die Nähe der bürgerlichen Wirtschaftswissenschaft, wo Geld eben lediglich Vermittlung des Tausches ist. Also eigentlich das Gegenteil einer »monetären Werttheorie«).</p>
<p>Was er in dem Kontext auch nicht thematisiert, ist die Rolle des Kreditgeldes. Er verhandelt es letztlich auf der gleichen Ebene (der Wertformanalyse) wie das Geld in seiner allgemeinen Bestimmung im Geld-Ware-Verhältnis. Dieses Geld, das seinen Grund in dem Auseinanderfallen von Kauf und Zahlung hat, also sozusagen aus dem Nichts geschöpft wird, als Zahlungsversprechen in der Zukunft, entspricht eher dem, wie Heinrich sich Geld als solches vorstellt. Es ist eben ein Anspruch, ein »Zeichen«, das selbst sich nicht auf eine Wertsubstanz (einer Geldware) bezieht. Diese Form des Geldes ist aber eher eine (logisch) entwickeltere Form des Geldes, das nicht auf der Ebene der Wertformanalyse angesiedelt werden kann, sondern darauf beruht &#8212; und die Form, auf dem das Geldsystem ohne Geldware letztlich basiert. Er wirft damit also die Bestimmungen aus dem ersten und dritten Band durcheinander und erklärt die entwickeltere Form zum Geld als solchem, um seine These stützen zu können. Auch hier schlägt die fehlende Krisentheorie durch: Wenn die entwickeltere Form logisch auf der abstrakteren/einfacheren aufbaut, diese einfachere aber nicht mehr gegeben scheint, dann muss die entwickeltere die einfachere eben ersetzt haben und dieser gar nicht bedürfen. Es darf aber nicht sein, dass dessen Unvereinbarkeit mit dem historischen Geldsystem eben ein Krisensymptom ist, das auf alles andere als funktionierende Kapitalverwertung hindeutet, sondern eben darauf, dass dieses Geld sozusagen »ungedecktes fiktives Geld« ist und eben weil zum Zwecke des Krisenaufschubs fiktive Werte darstellen muss, sich nicht einfach an eine Geldware binden kann.</p>
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		<title>Politische Ökonomie des Informationskapitalismus</title>
		<link>http://wadk.de/2007/politische-oekonomie-des-informationskapitalismus/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Aug 2007 20:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freies Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[» Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[eigentum]]></category>
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		<description><![CDATA[Veranstaltung mit Sabine Nuss (PROKLA) und Ernst Lohoff (KRISIS). Freitag, 7. September 2007, 19:00 Uhr, Helle Panke: Vortrag Ernst Lohoff Samstag, 8. September 2007, 10:00 Uhr, Helle Panke: Vortrag Sabine Nuss; ab 13:00 Uhr: Seminar mit Sabine Nuss und Ernst Lohoff. Nuss und Lohoff beschäftigen sich mit der politischen Ökonomie des Informationskapitalismus. Während für Nuss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span class="id">Veranstaltung</span> mit Sabine Nuss (PROKLA) und Ernst Lohoff (KRISIS).</h3>
<p>Freitag, 7. September 2007, 19:00 Uhr, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a>: Vortrag Ernst Lohoff</p>
<p>Samstag, 8. September 2007, 10:00 Uhr, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a>: Vortrag Sabine Nuss; ab 13:00 Uhr: Seminar mit Sabine Nuss und Ernst Lohoff.</p>
<p>Nuss und Lohoff beschäftigen sich mit der politischen Ökonomie des Informationskapitalismus. Während für Nuss der Eigentumsbegriff den zentralen Zugang eröffnet, ist für Lohoff die werttheoretische Einordnung vorrangig. Die Frage der Aufhebung der Warenproduktion wird von beiden folglich unterschiedlich beurteilt.<br />
<span id="more-106"></span></p>
<h4>Freitag, 7.9.2007, 19:00 Uhr</h4>
<p><strong>Ernst Lohoff: Zur Kritik der politischen Ökonomie des Informationskapitalismus</strong></p>
<p>Vortrag und Diskussion</p>
<p>Moderation: Stefan Meretz</p>
<p>Helle Panke e.V., Kopenhagener Straße 9, Eintritt 1,50 Euro</p>
<h4>Samstag, 8.9.2007</h4>
<p><strong>10:00 bis 12.00 Uhr: <strong>Sabine Nuss: Aneignungskonflikte um geistiges Eigentum im informationellen Kapitalismus</strong></strong></p>
<p>Vortrag und Diskussion</p>
<p>Moderation: <span class="notfound">Matthias Spiller</span></p>
<p><strong>13.00 bis 16.00 Uhr: <strong>Seminar mit Sabine Nuss und Ernst Lohoff</strong></strong></p>
<p>Moderation: Ulrich Weiß</p>
<p><a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> e.V., Kopenhagener Straße 9, Kostenbeitrag 5,00 Euro (incl. Mittagessen)</p>
<p>Anmeldung erforderlich: Helle Panke e.V., Kopenhagener Str. 76, Tel. 475 387 24, Fax. 473 787 75, E-Mail an: info ÄT helle-panke.de, Internet <a href="http://www.helle-panke.de/" target="_ ">http://www.helle-panke.de</a></p>
<p><strong>Fragen für das Seminar:</strong></p>
<ul>
<li>Was ist das Besondere an Wissens- und Kulturgütern und Software?</li>
<li>Wie sind diese nichtstofflichen Güter theoretisch zu fassen?</li>
<li>Sind es normale Waren oder gar keine Waren?</li>
<li>Welche Rolle spielt das Konzept des &#8220;geistigen Eigentums&#8221;?</li>
<li>Eröffnet die freie Software- und Kulturbewegung &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221;?</li>
</ul>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p>Sabine Nuss, Copyriot &amp; Copyright: Aneignungskonflikte um geistiges Eigentum im informationellen Kapitalismus, Westfälisches Dampfboot, 2006</p>
<p>Ernst Lohoff, Der Wert des Wissens: Grundlagen einer Politischen Ökonomie des Informationskapitalismus, in: krisis 31, S. 13-51, 2007</p>
<p>Stefan Meretz, Der Kampf um die Warenform: Wie Knappheit bei Universalgütern hergestellt wird, in: krisis 31, S. 52-89, 2007, Online: <a href="http://www.opentheory.org/kampfumdiewarenform/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/kampfumdiewarenform/text.phtml</a></p>
<p>[Update: Sabine Nuss musste erkrankt kurzfristig ihre Teilnahme absagen]</p>
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		<title>Vorbereitung: Politische Ökonomie des Informationskapitalismus</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2007 20:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorbereitung der Veranstaltung am 7./8. September 2007 mit Sabine Nuss (PROKLA) und Ernst Lohoff (KRISIS) Mittwoch, 1. August 2007, 18:00 Uhr, Helle Panke: Fragen an Sabine Nuss&#8217; &#8220;Copyriot&#8221;-Buch Mittwoch, 15. August 2007, 18:00 Uhr, Helle Panke: Fragen an Ernst Lohoffs &#8220;Wert-des-Wissens&#8221;-Artikel aus krisis 31]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorbereitung der Veranstaltung am 7./8. September 2007 mit Sabine Nuss (PROKLA) und Ernst Lohoff (KRISIS)</p>
<p>Mittwoch, 1. August 2007, 18:00 Uhr, <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a>: Fragen an Sabine Nuss&#8217; &#8220;Copyriot&#8221;-<a href="http://wbk.in-berlin.de/wp_nuss/dissertation">Buch</a></p>
<p>Mittwoch, 15. August 2007, 18:00 Uhr, <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a>: Fragen an Ernst Lohoffs &#8220;Wert-des-Wissens&#8221;-Artikel aus <a href="http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,261,13.html">krisis 31</a></p>
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		<title>Grundlegung einer freien Kooperation</title>
		<link>http://wadk.de/2002/grundlegung-einer-freien-kooperation/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2002 13:54:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie / Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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		<description><![CDATA[Vortrag und Seminar, veranstaltet vom Diskussionskreis Wege aus dem Kapitalismus und Helle Panke e.V., 15./16. März 2002 In der Reihe &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221; wurden bisher unter anderem folgende Diskussionen geführt: mit Robert Kurz (Nürnberg) über theoretische Vorstellungen der Krisis-Gruppe zu Möglichkeiten des Ausbruchs aus dem Kapitalismus und über hemmende Faktoren dafür; mit Carola Möller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Seminar, veranstaltet vom Diskussionskreis <a href="http://wadk.de/">Wege aus dem Kapitalismus</a> und <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> e.V., 15./16. März 2002</p>
<p>In der Reihe &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221; wurden bisher unter anderem folgende Diskussionen geführt:</p>
<ul>
<li>mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kurz">Robert Kurz</a> (Nürnberg) über theoretische Vorstellungen der Krisis-Gruppe zu Möglichkeiten des Ausbruchs aus dem Kapitalismus und über hemmende Faktoren dafür;</li>
<li>mit Carola Möller (Köln) und anderen theoretisch und praktisch engagierten Leuten über alternativer Formen des Lebens und Arbeitens, über Chancen und Grenzen derartiger Versuche, eine neue Gesellschaftlichkeit jenseits von Kapitalismus und Warenproduktion zu begründen.</li>
</ul>
<p><span id="more-219"></span>Auf diese Veranstaltungen hin haben Diskussionsgruppen aus Köln und Bremen reagiert. Sie schlagen vor, den Diskurs über die unterschiedlichen Gesichtspunkte der Suche nach Wegen aus dem Kapitalismus auch durch gemeinsame Treffen zu befördern. Nun laden wir unter dem Motto Grundlegung einer freien Kooperation zur nächsten Runde ein.</p>
<p><strong>Freitag, 15. März 2002, 19.00 Uhr, Berlin, Kopenhagener Str. 76, 10437 Berlin (U/S-Bahn Schönhauser Allee)</strong></p>
<p>Christoph Spehr (Bremen) spricht einleitend über seine Arbeit:</p>
<p><strong><a href="http://www.opentheory.org/gleicher/">Gleicher als Andere</a> &#8211; eine Grundlegung der Freien Kooperation</strong></p>
<p>anschließend Diskussion, Eintritt: 1,50 EUR</p>
<p><strong>Sonnabend, 16. März 2002, 10.00-17.00 Uhr, Berlin, Kopenhagener Str. 8, 10437 Berlin (U/S-Bahn Schönhauser Allee)</strong></p>
<p><strong>Tagesseminar: Theoretische Möglichkeiten und praktische Erfahrungen bei der Suche nach herrschaftsfreier Kooperation</strong></p>
<p>Vorschlag für Seminarschwerpunkte am Sonnabend:</p>
<p><strong>10:00 bis 13:00 Uhr</strong>: Fortsetzung der Diskussion vom Vorabend über Christophs Positionen. Eingangs werden Positionen zur Theorie der Freien Kooperation vorgestellt:</p>
<ul>
<li>Stefan Meretz: Der wilde Dschungel der Kooperation</li>
<li>Ulrich Weiß: Bürgerliche Individuen in &#8220;freien&#8221; Kooperationen &#8211; Ende oder/und möglicher Ausgangspunkt freier Assoziationen?</li>
<li>Petra Haarmann: Jenseits des bürgerlichen Rechts: freie Assoziationen.</li>
</ul>
<p>Moderation: Johannes Stockmeier</p>
<p><strong>13:00 bis 14:00 Uhr</strong> Pause (mit Imbiss)</p>
<p><strong>14:00 bis 17:00 Uhr</strong> Wege aus dem Kapitalismus &#8211; viele Fragen</p>
<p>Hier könnte der Versuch unternommen werden, widersprüchliche Positionen und gemeinsame Fragestellungen zu diskutieren und sich hinsichtlich des weiteren Umgangs mit ihnen zu verständigen. Es sind dies Fragen, die sich direkt aus der Diskussion von Christophs Text ergeben bzw. die sich in den bisherigen öffentlichen Diskussionen der Gruppe Wege aus dem Kapitalismus und in anderen Zusammenhängen und Lebenserfahrungen immer wieder ergeben haben, z. B.:</p>
<ol>
<li>Wie ist das Verhältnis zwischen dem Widerstand gegen kapitalistische Zumutungen innerhalb kapitalistischer Strukturen und dem Ringen um positive Gestaltung nichtkapitalistischer Beziehungen und Strukturen? (Siehe unsere strittige Frage: Können im gewerkschaftlichen Kampf um Erhalt von Arbeitplätzen, um Sicherung und Verbesserung der Lage von Lohnabhängigen usw. Keimformen einer neuen Gesellschaft entstehen oder nicht?)</li>
<li>Welche Wechselbeziehungen bestehen zwischen Gemeinschaften/Assoziationen einerseits und Gesellschaften/Gesellschaftsformationen andererseits? Welche Gemeinschaften sind hier gemeint?:
<ul>
<li>Gemeinschaften der unmittelbaren Reproduktion menschlichen Lebens (Familien, Sippen, Clans);</li>
<li>Gemeinschaften, in denen sich Individuen finden, um bestimmte gemeinsame Lebensinteressen zu sichern (Abwehr von Bedrohungen, sog. Einpunktbewegungen, positive eigene Tätigkeiten zur Befriedigung von unmittelbaren Lebensbedürfnissen);</li>
<li>Gemeinschaften, in denen durch individuellen Selbstbetätigung jenseits der (kapitalistischen) Warenproduktion nützliche Dinge hergestellt bzw. sonstige schöpferische Leistungen erbracht werden, siehe Freie Software (Linux etc.), künstlerische, handwerkliche, pädagogische und sonstige Selbstbetätigung.</li>
</ul>
</li>
<li>Ist es überhaupt denkbar (oder gibt es historische Beispiele dafür), dass sich solche Gemeinschaften verbinden und jenseits der Wertvermittlung solche Gesellschaften begründen, in denen die Individuen tatsächlich frei werden? Ist es denkbar, dass sich solche Gemeinschaften/Gesellschaften die materiellen Bedingungen ihrer Existenz sichern und zwar nicht asketisch, sondern auf hohem zivilisatorischem Niveau?</li>
<li>Können dagegen Kooperationen, die entsprechend den Kategorien der Warenproduktion, also auch in denen bürgerlicher Äquivalenz- und Rechtsprinzipien konstituiert sind, solche freien Gesellschaften begründen und dadurch selbst zu freien Kooperationen werden oder läuft dies unvermeidbar immer wieder auf die Rekonstruktion ganz normaler bürgerlich-kapitalistischer Beziehungen/Unternehmen/Gesellschaften hinaus?</li>
</ol>
<p>Es wäre gut, wenn folgende Literatur bekannt ist:</p>
<ul>
<li>Christoph Spehr, <a href="http://www.opentheory.org/gleicher/">Gleicher als Andere</a>. Eine Grundlegung der Freien Kooperation.</li>
<li>Christoph Spehr, Die Aliens sind unter uns, Siedler Verlag 1999</li>
<li>Stefan Meretz, Der wilde Dschungel der Kooperation, siehe <a href="http://www.opentheory.org/dschungel/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/dschungel/text.phtml</a></li>
<li>Stefan Meretz, Linux &amp; Co, AG SPAK Bücher, <a href="http://www.kritisch-informatik.de/fsrevol.htm" target="_ ">http://www.kritisch-informatik.de/fsrevol.htm</a></li>
<li>Stefan Meretz, Freie Software, 20 Thesen für eine andere Gesellschaft, spw Nr. 120 2001, <a href="http://www.opentheory.org/fs-thesen/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/fs-thesen/text.phtml</a></li>
<li>Uli Weiß, Frei wozu? siehe <a href="http://www.opentheory.org/frei-wozu/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/frei-wozu/text.phtml</a></li>
<li>Uli Weiß, Sintflut ohne Arche, Notizen zu Robert Kurz: Schwarzbuch Kapitalismus, <a href="http://www.opentheory.org/sintflut/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/sintflut/text.phtml</a> und Seminarmaterial, hrg. von <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a></li>
<li>Carola Möller, Überlegungen zu einem gemeinwesenorientierten Wirtschaften, in: Auf der Suche nach der verlorenen Zukunft, trafo Verlag 1997</li>
</ul>
<p>Wegen der begrenzten Anzahl von Teilnehmern bitten wir für das Sonnabendseminar um Anmeldung über Uli Weiß, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a> e.V., Tel 030-475 387 24, Fax: 473 787 75, <span class="mh-email"><a href='http://www.google.com/recaptcha/mailhide/d?k=01d0ujgx2lpk5R83wEhrIpLQ==&amp;c=Prdnx_nfvlJW9RRnbmYjJzCcP6B1MmStzm1jHFVD8xk=' onclick="window.open('http://www.google.com/recaptcha/mailhide/d?k=01d0ujgx2lpk5R83wEhrIpLQ==&amp;c=Prdnx_nfvlJW9RRnbmYjJzCcP6B1MmStzm1jHFVD8xk=', '', 'toolbar=0,scrollbars=0,location=0,statusbar=0,menubar=0,resizable=0,width=500,height=300'); return false;" title="Hier klicken, um die Adresse anzuzeigen">VERSTECKTE EMAIL</a></span> und www.helle-Panke.de.</p>
<p>Kostenbeitrag für das Seminar: 5,00 EUR. Davon wird u.a. ein Imbiss finanziert.</p>
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