<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wege aus dem Kapitalismus &#187; objekt</title>
	<atom:link href="http://wadk.de/stichwort/objekt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://wadk.de</link>
	<description>Berlin</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Aug 2010 08:30:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Das Verh&#228;ltnis des Historischen zum &#220;berhistorischen</title>
		<link>http://wadk.de/2007/das-verhaeltnis-des-historischen-zum-ueberhistorischen/</link>
		<comments>http://wadk.de/2007/das-verhaeltnis-des-historischen-zum-ueberhistorischen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2007 09:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunismus]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie / Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[hegel]]></category>
		<category><![CDATA[matthias schulz]]></category>
		<category><![CDATA[objekt]]></category>
		<category><![CDATA[produktivkraft]]></category>
		<category><![CDATA[subjekt]]></category>
		<category><![CDATA[vergesellschaftung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wadk.de/?p=145</guid>
		<description><![CDATA[Von Matthias Schulz [Kopie aus opentheory.org inkl. der Diskussion] (1) Es geh&#246;rt schon sehr viel dazu, diese Gesellschaft als nur historisch , als vor&#252;bergehend und damit als ver&#228;nderlich zu erkennen. Leider gelangen nur sehr wenige zu dieser Einsicht. Dennoch soll es in diesem Text darum nicht gehen, sondern ich m&#246;chte das voraussetzen. (2) Wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Matthias Schulz</em></p>
<p>[Kopie aus opentheory.org inkl. der Diskussion]</p>
<p>(1) Es geh&#246;rt schon sehr viel dazu, diese Gesellschaft als nur historisch , als vor&#252;bergehend und damit als ver&#228;nderlich zu erkennen. Leider gelangen nur sehr wenige zu dieser Einsicht. Dennoch soll es in diesem Text darum nicht gehen, sondern ich m&#246;chte das voraussetzen.</p>
<p><span id="more-145"></span>(2) Wenn man einmal so weit gekommen ist, passiert es leicht in ein anderes Extrem zu verfallen, n&#228;mlich nichts &#252;berhistorisches mehr gelten zu lassen. Alles soll nur noch verg&#228;nglich sein und nichts Bleibendes an sich haben. Es ist selbstverst&#228;ndlich ganz richtig, das alles was ist, immer historisch ist. Das hei&#223;t aber nicht, das daran nichts Bleibendes sein kann, denn dann k&#246;nnte es in nichts anderes &#252;bergehen. Das Neue in das es &#252;bergeht, muss dem Alten bereits immanent gewesen sein, sonst kann es nicht daraus hervorgehen. Damit ist es aber ein Bleibendes, welches nur seine Form &#228;ndert. Soll etwas also nur historisch sein, kann es in nichts anderes &#252;bergehen und ist so ewig, fest, starr, ohne Entwicklung. Es ist genau das, was man eigentlich &#252;berwinden wollte. Ganz abgesehen davon, das die Aussage, das alles historisch ist, immer zutrifft, also selbst &#252;berhistorisch ist.</p>
<p>(3) Alles was ist, ist also sowohl historisch als auch &#252;berhistorisch. Wie ist dieses Verh&#228;ltnis nun n&#228;her zu bestimmen? Das Bleibende an Etwas ist was es ist, das es ist, der Inhalt. Dieser Inhalt muss sich realisieren, muss auf bestimmte Art und Weise sein. Dieses wie er ist, ist die Besonderheit, die Bestimmtheit, ist die Form. Und er muss auf irgendeine Weise sein, sonst ist er gar nicht. So ist der Mensch immer ein gesellschaftlicher, wozu geh&#246;rt, das diese Gesellschaftlichkeit immer eine historisch besondere Form annimmt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(3.1) Ein Inhalt, viele Formen, 26.02.2007, 11:49, Stefan Meretz: Verstehe ich dich richtig, dass du von einem konstanten Inhalt und vielen sich &#228;ndernden Formen (Besonderheiten, Bestimmtheiten) ausgehst?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(3.1.1) Re: Ein Inhalt, viele Formen, 29.03.2007, 11:00, Matthias Schulz: Ich wei&#223; nicht recht, was du unter &#8220;konstantem Inhalt&#8221; verstehst. Man darf sich hier nicht vorstellen, das der Inhalt f&#252;r sich schon etwas w&#228;re. F&#252;r sich genommen ist er ganz unbestimmt, ohne Realit&#228;t.<br />
Das konkrete Ganze ist aber immer ein Bestimmtes, eine bestimmte Weise der Realisierung. Diese Realisierung ist, wie etwas ist, die Form. Ver&#228;nderung ist immer Ver&#228;nderung in der Bestimmtheit, damit der Form.</p>
<p style="padding-left: 60px;">(3.1.2) Re: Ein Inhalt, viele Formen, 29.03.2007, 11:31, Matthias Schulz: Ich gehe im &#220;brigen auch nicht davon aus, in dem Sinne, dass es ein Vorrausgesetztes w&#228;re, sondern im Gegenteil, dieses Verst&#228;ndnis hat sich mir als Resultat meiner Auseinandersetzung mit den tats&#228;chlichen Verh&#228;ltnissen ergeben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(3.2) Was ist Inhalt, was die Form?, 26.02.2007, 12:00, Stefan Meretz: Ich denke, dass wir genau sagen m&#252;ssen, was der Inhalt und was seine Form ist. Hier vermischst du IHMO die gesellschaftstheoretische und individualtheoretische Ebene: Die &#8220;Gesellschaftsform&#8221; ist nicht die Form des Inhalts &#8220;Gesellschaftlichkeit des Menschen&#8221;. Gesellschaftsform ist eine gesellschaftstheoretische Kategorie und Gesellschaftlichkeit des Menschen eine individualtheoretische. Klar kannst du das nicht trennen, aber du musst es begrifflich unterscheiden.</p>
<p style="padding-left: 60px;">(3.2.1) Re: Was ist Inhalt, was die Form?, 29.03.2007, 11:12, Matthias Schulz: Ich verstehe sowohl die menschliche Gesellschaft, als auch den gesellschaftlichen Menschen als gesellschaftstheoretische Kategorien. (In dem Sinne, das die besondere Weise des gesellschaftlichen Menschen jetzt die Warenmonade ist.) Der Inhalt w&#228;re dann, dass sie nur zusammen ein Ganzes ausmachen, im Verh&#228;ltnis zueinander stehen. Die Form ist dann das jeweils bestimmte Verh&#228;ltnis.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(3.3) Inhalt-Form-Paare, 26.02.2007, 12:03, Stefan Meretz: Die &#8220;richtigen&#8221; Inhalt-Form-Paare lauten: a) Gesellschaftlichkeit des Menschen und realisierte Gesellschaftlichkeit zum Beispiel durch Position in einer feudalen Hierarchie oder als Beruf in der b&#252;rgerlichen Gesellschaft; b) Produktivkraftentwicklung und Vergesellschaftungsform &#8211; vgl. dazu http://www.opentheory.org/vergesellschaftung/text.phtml</p>
<p>(4) Die Form ist nun allerdings keine beliebige. Der Inhalt realisiert sich nicht irgendwie und er kann auch nicht in seinem ganzen Umfang unmittelbar vorhanden sein. Er verwirklicht, entwickelt sich, seine Momente in notwendiger Weise, und nicht alles mit einem mal, sondern in notwendiger Abfolge. Entwicklung ist so im &#220;brigen als eine Ver&#228;nderung der Form anzusehen, nicht des Inhalts.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(4.1) 06.02.2007, 17:06, Konrad Stoeber: Wenn das so ist, das sich am Inhalt nichts ver&#228;ndert, wieso sollte dann die Form sich ver&#228;ndern. Entwickelt sich die Form trotzdem, w&#228;re die Formentwicklung gleichg&#252;ltig gegen die Ver&#228;nderungen des Inhalts. Bleiben wir f&#252;r einen Moment nicht im Reich der philosophischen Kategorien, hie&#223;e das, dass die Produktivkr&#228;fte als Inhalt, gegen die gesellschaftliche Form gleichg&#252;ltig w&#228;ren ?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(4.1.1) Inhalt &#8211; Form, 08.02.2007, 18:31, Konrad Stoeber: Korrigiere obiges wie folgt: &#8230; w&#228;re die Formentwicklung gleichg&#252;ltig gegen den sich selbst gleichbleibenden Inhalt.<br />
Der Inhalt &#8211; etwa Produktivkr&#228;fte &#8211; entwickelt sich nicht ?</p>
<p style="padding-left: 90px;">(4.1.1.1) Re: Inhalt &#8211; Form, 09.02.2007, 17:20, Matthias Schulz: Unser Unterschied ist hier wohl, das meinem Verst&#228;ndnis nach alles was ist, eine bestimmte Realisierung, Form seiner selbst ist, also sowohl Inhalt als auch Form. Einen Inhalt ohne Form, also ohne Realit&#228;t, gibt es nicht.<br />
Vielmehr ist das sich entwickeln, realisieren, also die Form, dem Inhalt ganz immanent. Trennt man beide voneinander, sind es nur noch abstrakte Kategorien.<br />
Das was sich entwickelt bleibt insofern trotz aller Ver&#228;nderung ganz bei sich.</p>
<p style="padding-left: 120px;">(4.1.1.1.1) Re: Inhalt &#8211; Form, 10.02.2007, 19:33, Konrad Stoeber: Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, dass die Form dem Inhalt Realit&#228;t verleiht. Im Kommentar zum n&#228;chsten Abschnitt wird vielleicht deutlicher, warum.<br />
Den letzten Satz verstehe ich nicht.</p>
<p style="padding-left: 90px;">(4.1.1.2) Produktivkr&#228;fte, 09.02.2007, 17:28, Matthias Schulz: In dem Sinne w&#252;rde ich auch die Produktivkr&#228;fte nicht als nur ein Inhalt begreifen. Sie sind ja gerade das historisch bestimmte Niveau, inwiefern das objektiv Vorhandene, die &#228;u&#223;ere Natur und die des Menschen hervorgebracht, f&#252;r uns geworden ist. Auch hier ist es nur eine &#196;nderung der Form, n&#228;mlich ob es f&#252;r mich geworden ,oder erst nur an sich ist und mir damit nicht zur Verf&#252;gung steht.</p>
<p style="padding-left: 120px;">(4.1.1.2.1) Re: Produktivkr&#228;fte, 10.02.2007, 21:21, Konrad Stoeber: Wenn Du mit diesem Text meinst, dass die Menschen in Ihrem praktischen Lebensproze&#223; die Bestimmtheit der &#228;u&#223;eren Natur und ihre eigene Bestimmtheit hervorgebracht haben, stimme ich Dir zu.<br />
Der Proze&#223; der Auseinandersetzung mit der Natur ist selbst formiert, insofern nicht nur Inhalt. Deinen letzten Satz w&#252;rde ich folgenderma&#223;en lesen: In der Produktion erf&#228;hrt der Arbeitsgegenstand eine Formver&#228;nderung.</p>
<p style="padding-left: 120px;">(4.1.1.2.2) Re: Produktivkr&#228;fte, 10.02.2007, 21:27, Konrad Stoeber: Wozu dann aber die v&#246;llig unbestimmte Natur &#8220;an sich&#8221; will mir nicht einleuchten. Der Arbeitsgegenstand ist doch kein &#8220;an sich&#8221; seiender Gegenstand. Was willst Du damit erkl&#228;ren oder retten ?<br />
Die M&#246;glichkeiten, die sich im &#8220;An sich&#8221; verbergen? Da das &#8220;An sich&#8221; unbestimmt ist, kannst Du auch nichts sinnvolles &#252;ber dessen M&#246;glichkeiten aussagen.</p>
<p style="padding-left: 90px;">(4.1.1.3) Re: Inhalt &#8211; Form, 26.02.2007, 12:13, Stefan Meretz: Konrad: &#8220;Der Inhalt &#8211; etwa Produktivkr&#228;fte &#8211; entwickelt sich nicht?&#8221; &#8211; Hier ist wieder die Frage: Was ist Inhalt, was ist Form? Produktivkr&#228;fte ist ja schon selbst ein Formbegriff, er dr&#252;ckt das historisch spezifische Verh&#228;ltnis von Mensch, Mittel und (&#228;u&#223;erer) Natur als &#8220;Inhalt&#8221; aus. Der Inhalt (die Tatsache, dass sich der Mensch Mittel bedient, um seinen Naturstoffwechsel zu betreiben) ist demgegen&#252;ber immer gleich, nur in welcher Weise es sich historisch entwickelt, &#228;ndert sich.</p>
<p style="padding-left: 120px;">(4.1.1.3.1) Re: Inhalt &#8211; Form, 03.03.2007, 18:44, Konrad Stoeber: &#8220;Produktivkr&#228;fte&#8221; dr&#252;ckt in der Tat den Stoffwechselproze&#223; mit der Natur mit den genannten &#8220;Bestimmungsst&#252;cken&#8221; aus. Dein folgender Satz mit &#8220;in welcher Weise es sich historisch entwickelt&#8221; bleibt allerdings vage. Was bei Dir als Inhalt fungiert, ist abstrakt Allgemeines, ein Beispiel davon w&#228;re abstrakt Einzelnes, etwa Brot im Backofen backen.<br />
Der historische Unterschied erscheint dann im &#8220;Wie&#8221;, in der technologischen Produktionsweise von Brot: Im Gemeindebackofen oder in der Brotfabrik. Damit ist ausdr&#252;cklich nicht die unterschiedliche Formbestimmtheit nach der gesellschaftlichen Seite hin angesprochen.</p>
<p style="padding-left: 120px;">(4.1.1.3.2) Re: Inhalt &#8211; Form, 03.03.2007, 18:52, Konrad Stoeber: F&#252;r die verschiedenen Produkte l&#228;&#223;t sich das empirisch relativ leicht zeigen. F&#252;r den gesamten Komplex gesellschaftlicher Produktivkr&#228;fte liegt das allerdings nicht so offenkundig auf der Hand, zumal die technologischen Produktionsweisen in einer Gesellschaft selbst beim gleichen Produkt nicht homogen sind. (B&#228;cker an der Ecke und Backwarenfabrik im Gewerbegebiet nebenan).</p>
<h3>Geschichte</h3>
<p>(5) So ist die ganze bisherige Geschichte als eine schrittweise Realisierung, Verwirklichung dessen, was den gesellschaftlichen Menschen in seinem und die menschliche Gesellschaft in ihrem ganzen Umfange ausmacht. Eine historische Epoche entwickelt so ein Moment dieses ganzen Umfangs, wobei dieses eine Moment in dieser Epoche den ganzen Umfang ausmacht, es also nicht als Moment, sondern als das Ganze ist. Erst wenn dieses Moment vollst&#228;ndig entfaltet ist, kann die Entwicklung fortschreiten. Und das kann sie, weil dieses Moment, welches zuvor den gesamten Zusammenhang ausmachte, tats&#228;chlich nur ein Moment eines umfassenderen Zusammenhanges ist und so auf diesen verweist. Damit wird es nur zu dem gemacht, was es tats&#228;chlich ist, n&#228;mlich herabgesetzt zu nur noch einem Moment eines umfassenderen Ganzen.</p>
<p>(6) Es ist allerdings nicht so, das nur dieses eine Prinzip, welches einer Epoche zugrunde liegt, existieren w&#252;rde und der ganze Umfang der menschlichen Gesellschaft noch gar nicht w&#228;re. Denn es ist ja die menschliche Gesellschaft, die sich auf historisch besondere Weise realisiert, so ist sie auch immer in ihrem ganzen Umfange vorhanden. Aber dieser gesamte Umfang ist eben von nur einem Moment seiner selbst strukturiert, konstituiert und nicht von sich als Ganzes. Damit ist also das allgemein menschliche immer vorhanden, nur eben noch relativ unentwickelt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(6.1) Der ganze Umfang, 26.02.2007, 12:17, Stefan Meretz: Was ist denn der &#8220;ganze Umfang der menschlichen Gesellschaft&#8221;? Von welchem Moment des Ganzen ist dieser Umfang denn zur Zeit strukturiert?</p>
<p style="padding-left: 30px;">(6.2) Inhalt und Momente, 26.02.2007, 12:22, Stefan Meretz: Verstehe ich dich richtig, dass die historisch sich ver&#228;ndernden Formen des konstanten Inhalts die Momente dieses Inhalts sind?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(6.2.1) Re: Inhalt und Momente, 29.03.2007, 11:51, Matthias Schulz: Ich denke schon.</p>
<h3>Menschliche Gesellschaft</h3>
<p>(7) Einerseits habe ich also diesen &#252;berhistorischen Inhalt des gesellschaftlichen Menschen und andererseits die historische Form seiner Realisierung, wobei diese Form immer nur ein Moment dieses ganzen Inhalts verwirklicht und nicht diesen in seinem ganzen Umfange. In diesem Sinne w&#252;rde ich von Vorgeschichte sprechen, denn diese Entwicklung ist keine Endlose, sondern hat ein Ziel n&#228;mlich, dass was den gesellschaftlichen Menschen und die menschliche Gesellschaft in ihrem Gesamt ausmacht auch zu realisieren. Das hei&#223;t, dass das Historische und das &#220;berhistorische zusammenfallen, also eine Epoche ist, der der vollst&#228;ndig entfaltete gesellschaftliche Mensch zugrunde liegt und die diesen in seinem ganzen Umfange und Besonderheit entwickelt. Das ist Kommunismus und der Beginn der eigentlichen Geschichte.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(7.1) Re: 5-7, 06.02.2007, 17:08, Konrad Stoeber: Das riecht mir alles sehr Pr&#228;formation. Alles ist schon angelegt, da und mu&#223; „nur noch“ realisiert werden. Auf diese Weise entst&#252;nde nichts qualitativ Neues. Au&#223;erdem f&#252;rchte ich, dass sich hinter der Formulierung &#8220;allgemein Menschliches&#8221; &#8220;in seinem ganzen Umfang&#8221; wieder eine abstrakte Anthropologie versteckt, ganz abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, was Du unter &#8220;allgemein Menschlich&#8221; verstehst.</p>
<p style="padding-left: 60px;">(7.1.1) Neues, 09.02.2007, 17:41, Matthias Schulz: Kann man sich denn Neues so vorstellen, das es aus dem nichts kommt? Es muss doch wenigstens als Potenz bereits vorhanden sein. So ist es erst noch ganz eingeschlossen, noch nicht realisiert, dann aber entwickelt und so &#252;berhaupt erst vorhanden. Das ist doch ein gigantischer, qualitativer Unterschied, oder?<br />
Das weitere ist, dass das, was sich entwickelt nicht realisiert wird, sondern sich realisiert, damit seiner Entwicklung vorausgesetzt ist.</p>
<p style="padding-left: 90px;">(7.1.1.1) Re: Neues, 10.02.2007, 21:39, Konrad Stoeber: Neues geht nat&#252;rlich nicht aus dem Nichts hervor, sondern aus dem Alten. Die Frage also genauer gestellt: Ist das Neue im Alten als Potenz vorhanden ? Wo war das Puddingpulver vor seiner Entstehung &#8220;noch ganz eingeschlossen&#8221; vorhanden ? Doch bestenfalls im Kopf von Herrn Oetker sen.</p>
<p style="padding-left: 60px;">(7.1.2) allgemein Menschliches, 09.02.2007, 17:51, Matthias Schulz: Es ist ja gerade der Clou, das ich das, was ich unter allgemein Menschliches verstehe, nicht von irgendwoher zu nehmen brauche, sondern die b&#252;rgerliche Gesellschaft ja eine besondere Realisierung der menschlichen Gesellschaft ist, ich also durch begreifendes aufschlie&#223;en der tats&#228;chlichen, vorhandenen Verh&#228;ltnisse dieses allgemeine Verst&#228;ndnis erhalte, welches ich aber nat&#252;rlich immer an der konkreten, tats&#228;chlichen Gesellschaft, und dem tats&#228;chlichen, vorhandenen Menschen aufzeigen k&#246;nnen mu&#223;.</p>
<p style="padding-left: 90px;">(7.1.2.1) Re: allgemein Menschliches, 10.02.2007, 21:43, Konrad Stoeber: &#8230;und was ist das allgemein Menschliche in der b&#252;rgerlichen Gesellschaft ?</p>
<p style="padding-left: 120px;">(7.1.2.1.1) Re: allgemein Menschliches, 12.02.2007, 22:18, Wolf G&#246;hring: Lustreisen</p>
<p style="padding-left: 150px;">(7.1.2.1.1.1) Re: allgemein Menschliches, 13.02.2007, 08:19, Konrad Stoeber: &#8230;ins allgemein Menschliche.</p>
<p style="padding-left: 150px;">(7.1.2.1.2) Re: allgemein Menschliches, 26.02.2007, 12:26, Stefan Meretz: Das kann man doch ziemlich gut sagen: Alle zivilisatorischen Errungenschaften (was im Einzelnen wir auch immer als solches auch werten wollen). Der Kapitalismus hat damit seine allgemein menschlichen Potenzen entfaltet, aber das ist over, sie sind ausgereizt.</p>
<p style="padding-left: 180px;">(7.1.2.1.2.1) Re: allgemein Menschliches, 01.03.2007, 15:29, Konrad Stoeber: Die Kehrseiten der zivilisatorischen Errungenschaften bleiben dann einfach ausgeblendet. Sind die nicht allgemein menschlich ?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(7.1.3) Re: 5-7, 26.02.2007, 12:35, Stefan Meretz: Konrad: &#8220;Das riecht mir alles sehr Pr&#228;formation.&#8221; &#8211; Das ist Pr&#228;formation in dem Sinne, dass &#8211; nach der Logik des Textes gehend &#8211; die dem Inhalt ad&#228;quate Form noch nicht entwickelt ist, aber dabei ist, sich zu entwickeln. Es ist keine Pr&#228;formation in dem Sinne, dass die konkreten Realisationsformen vorgegeben sind. Das qualitativ Neue entsteht in der Tat nicht bzgl. des Inhalts &#8220;gesellschaftlicher Mensch&#8221; (etwa durch Entstehung einer neuen biologischen Gattung), sondern &#8220;nur&#8221; bzgl. seiner konkreten Realisierungsformen &#8211; also etwa der konkreten Lebensweise der globalen Menschheit.</p>
<p>(8) Aufgrund dieses Verh&#228;ltnisses kann ich die Geschichte erst im Nachhinein begreifen, wenn ich erkannt habe, was sich darin entwickelt. Da das Kommunistische der vollst&#228;ndig realisierte Inhalt ist, so ist es eben dieses, was sich in der Geschichte realisiert. Es ist also Kommunistisches in aller Geschichte und es ist nur das Kommunistische, allgemein Menschliche was in aller Geschichte ist und sich in dieser entwickelt.</p>
<p>(9) Was f&#252;r den Kommunismus gilt, gelten soll, muss so f&#252;r die ganze Geschichte gelten, und nur was f&#252;r die ganze Geschichte gilt, ist kommunistisch. Ich habe so auch das kommunistische in der b&#252;rgerlichen Gesellschaft aufzuzeigen, denn nur so kann ich verstehen, wie sie dazu &#252;bergehen kann.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(9.1) Kommunistisches in aller Geschichte, 26.02.2007, 12:42, Stefan Meretz: Verstehe ich dich richtig, dass die Argumentation so geht: Wenn das unentfaltete Ganze die Entfaltung von Momenten des Ganzen ist, dann muss Kommunistisches auch in den Momenten sein &#8211; weil sie eben Momente des Ganzen sind. &#8211; Damit best&#228;tigt sich allerdings nur die angegebene Voraussetzung.</p>
<p>(10) Es ist sich allerdings nicht so vorzustellen, als w&#228;re das Kommunistische, das allgemein Menschliche in irgend einer besonderen Form, oder einer bestimmten Praxis im Kapitalismus vorhanden. Denn das allgemein Menschliche ist als allgemein Menschliches noch nicht realisiert, damit in keiner Form. Das ist es erst im Kommunismus, und dieser ist eben noch nicht. Vielmehr ist das, was den Kapitalismus konstituiert, eine bestimmte Form der Realisierung des allgemein Menschlichen, in der oben beschriebenen Weise und als solche zu begreifen. So ist nach dem Neuen im Alten nicht zu suchen, als w&#228;re es schon irgendwo vorhanden, sondern es ist hervorzubringen und in die Realit&#228;t zu setzen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(10.1) Realisiert oder nicht?, 26.02.2007, 13:47, Stefan Meretz: &#8220;Denn das allgemein Menschliche ist als allgemein Menschliches noch nicht realisiert, damit in keiner Form. Das ist es erst im Kommunismus, und dieser ist eben noch nicht. Vielmehr ist das, was den Kapitalismus konstituiert, eine bestimmte Form der Realisierung des allgemein Menschlichen&#8221; &#8211; &#8220;in keiner Form&#8221; und &#8220;eine bestimmte Form&#8221; widersprechen sich. M&#252;sste es nicht vielmehr hei&#223;en: &#8220;Vielmehr ist das, was den Kapitalismus konstituiert, ein Moment der Realisierung des allgemein Menschlichen&#8221;? Oder: &#8220;Vielmehr ist das, was den Kapitalismus konstituiert, die Form der Realisierung eines bestimmten Moments des allgemein Menschlichen&#8221;?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(10.1.1) Re: Realisiert oder nicht?, 29.03.2007, 16:38, Matthias Schulz: &#8220;&#8230; das allgemein Menschliche ist als allgemein Menschliches noch nicht &#8230;&#8221;, was ja hei&#223;en soll, es ist noch nicht in der Form des allgemein Menschlichen, sondern erst in der Form der b&#252;rgerlichen Gesellschaft.</p>
<p style="padding-left: 60px;">(10.1.2) Re: Realisiert oder nicht?, 29.03.2007, 16:53, Matthias Schulz: Ein Moment des allgemein Menschlichen liegt einer Epoche als Prinzip zugrunde und strukturiert, konstituiert es. Das bedeutet aber nicht, das nur dieses Prinzip existieren w&#252;rde. Denn das was strukturiert, formiert wird, ist immer das allgemein Menschliche in seiner Gesamtheit.</p>
<p>(11) Au&#223;erdem kann das allgemein Menschliche nicht in einer nur beschr&#228;nkten Weise, also in nur unmittelbaren, kooperativen Verh&#228;ltnissen auftreten, denn als allumfassend kann es, wenn es sich denn realisiert, nur sogleich auf allgemeinem, gesellschaftlichem Niveau sich verwirklichen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(11.1) 26.02.2007, 13:50, Stefan Meretz: Mit diesem &#8220;Au&#223;erdem&#8221; bringst du eine neue Dimension ins Spiel, n&#228;mlich die der unmittelbar-kooperativen Beziehungen (inter-individuelle Ebene). Bisher ging es um gesellschaftlich-kooperative Beziehungen (gesellschaftliche Ebene). Was meinst du hier genau? Familienbeziehungen?</p>
<h3>Theorie und Praxis</h3>
<p>(12) Aus dem oben gesagten erhellt auch das Verh&#228;ltnis von Theorie und Praxis, von Denken und Wollen. Denken ist nicht einfach das Aufnehmen des schon Vorhandenen, Realisierten, sondern das Hervorbringen dessen, was noch nicht ist, was erst nur an sich, als Potenz ist. Da das &#252;ber sich Hinausgehen der Sache selbst immanent ist, kann ich, durch begreifendes aufschlie&#223;en eben dieser, &#252;ber sie hinausgehen. Ich &#252;berschreite so die Grenzen des Gegebenen. Das was zuvor nur erst an sich, als Potenzial war, ist jetzt durch die Theorie f&#252;r mich geworden und kann so Gegenstand meiner Praxis werden.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(12.1) Re: Theorie und Praxis, 26.02.2007, 13:54, Stefan Meretz: Wie willst du etwas denkend hervorbringen, was nur Potenz ist? Die &#220;berlegung, dass das &#8220;&#252;ber sich Hinausgehen der Sache selbst immanent&#8221; ist, gilt ja von Anbeginn an. Doch das denkende &#220;berschreiten braucht Voraussetzungen, sonst w&#228;re es ebenfalls seit Anbeginn an &#8220;da&#8221;. Welche Voraussetzunge sind das? Warum sind diese heute gegeben? Sind sie?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(12.1.1) Re: Theorie und Praxis, 29.03.2007, 12:20, Matthias Schulz: Ja, das ist mir auch aufgefallen.<br />
Ich kann dazu erstmal nur sagen, dass dieses hervorbringen beinhaltet, das Hervorgebrachte zu einer neuen Voraussetzung zu machen. Das bedeutet jedoch, es zum Stand der Bildung zu machen und sogar die Verh&#228;ltnisse danach zu strukturieren. Die ganze Umgestaltung der Welt ist n&#246;tig, damit dieses ehemals neu Hervorgebrachte eine Voraussetzung f&#252;r mich sein kann, von der ich dann ausgehe.</p>
<p>(13) Da dieses f&#252;r mich gewordene mir ein neues Potenzial zug&#228;nglich macht, damit erweiterte M&#246;glichkeiten f&#252;r mich darstellt, will ich es auch realisieren. Das hei&#223;t, ich will das theoretisch Hervorgebrachte auch praktisch verwirklichen. Damit nehme ich mein Wollen nicht aus mir heraus, es ist nichts nur subjektives, sondern die Dinge sollen zu dem werden was sie sind. Ich kann nur Etwas wollen, von dem ich wei&#223;. Und ich kann nur von Etwas wissen, was objektiv vorhanden ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(13.1) &#8230;von etwas wissen, 08.02.2007, 18:36, Konrad Stoeber: Woher weisst Du von einer Subjekt-Objekt-Spaltung, wenn Du nur von etwas weisst, was objektiv vorhanden ist ? Du m&#246;chtest schon vom Subjekt was wissen, um eine solche Spaltung (wie weiter unten eine Einheit) konstatieren zu k&#246;nnen.</p>
<p style="padding-left: 60px;">(13.1.1) Re: &#8230;von etwas wissen, 14.02.2007, 23:18, Wolf G&#246;hring: &#8220;Ich esse schweinebraten&#8221;: Subjekt-objekt-spaltung par excellence. Wenn nicht schon meine altvordern um diese spaltung gewu&#223;t h&#228;tten, h&#228;tten sie mir nicht eine sprache hinterlassen, in der die einfachsten s&#228;tze diese spaltung bereits wiedergeben.<br />
Schweinebraten essend bin ich objektiv vorhanden (ergo sum!), und ich wei&#223; es, es sei denn, eine in den hirnkatalogen verzeichnete bestimmte ecke in meiner grauen masse ist kaputt.<br />
Aber: schweinebraten essend vernichtet das subjekt das objekt, macht einen teil davon zu einem teil des subjekts und mit dem rest verunreinigt dieses subjekt objektiv objekte.</p>
<p style="padding-left: 90px;">(13.1.1.1) Re: &#8230;von etwas wissen, 17.02.2007, 19:22, Konrad Stoeber: Offensichtlich bringen wir’s nur und ausschlie&#223;lich zuwege, &#252;ber Objekte zu sprechen. Und wenn das Objekt zuf&#228;llig mal ein Subjekt ist, macht’s auch nichts, da rette ich die Objektivit&#228;t &#8211; alles mu&#223; objektiv sein &#8211; indem ich die Redeweise vom „objektiv vorhandenen Subjekt“ pflege. Weniger verklausuliert ist also auch in Ansehung eines Subjekts die Rede von einem Objekt, Wir sitzen offensichtlich in der Falle der Sprache unserer Altvorderen und unserer eigenen Sprache. Deswegen bin ich immer ein wenig erstaunt, wie jemand, dem alles objektiv sein mu&#223;, &#252;ber Subjekte reden kann. Denn in dieser Trennung ist ja gerade das Objektive das „nicht Subjektive“.<br />
„Schweinebraten essend“ bist Du objektiv vorhanden. Da Du es wei&#223;t, bist Du selbst das wissende Subjekt. dem das Schweinebraten essende Objekt gegen&#252;bersteht. Ist es jemand anderes dem Du also Schweinebraten konsumierend als Objekt gegen&#252;berstehst, ist dieser das beobachtende resp. wissende Subjekt. In dieser Konstruktion ist das Subjekt ein Abstraktum.<br />
Mit Deinem „Aber“ vollziehst Du (mindestens) einen Bedeutungswechsel von „Subjekt“. Bis dahin war das Subjekt selbst Objekt oder ein nur erkenndes, beobachtendes, wissendes Subjekt. Jetzt sprichst Du nicht mehr von einem beobachtenden resp. wissenden Subjekt, sondern von der Praxis des Schweinebratenessens. Das Mittel Deiner T&#228;tigkeit (nicht das Objekt) ist der Schweinebraten, den Du ohne jeden Skrupel vernichtest. In Deinem „Aber“ ist also die Rede von einem konkreten und bestimmten Subjekt.<br />
Vom Objekt w&#228;re dann die Rede, wenn Du ein ordentliches St&#252;ck Lende gekauft hast, das Du noch braten mu&#223;t, damit es Dir Mittel der Konsumtion sein kann. Mittel zur Aneignung des Lendenst&#252;cks w&#228;re dann unter anderem Deine Bratpfanne.<br />
Die angemerkte objektive Verunreinigung von Objekten machen sich wom&#246;glich andere zum Mittel der Herstellung von Biogas, wo nicht, ist das Resultat unerfreulich.</p>
<p style="padding-left: 90px;">(13.1.1.2) Re: &#8230;von etwas wissen, 17.02.2007, 19:23, Konrad Stoeber: Damit ich wegen Unterschlagung der spezifisch kapitalistischen Verfa&#223;theit unseres praktischen Handelns nicht exkommuniziert werde, noch eine Erg&#228;nzung: Bevor Du schweinebratenessend Dein Konsumtionsmittel vernichten kannst, tritt Dir zun&#228;chst Dein Objekt als Objekt der Begierde im Fleischregal im Supermarkt gegen&#252;ber. Da isses tats&#228;chlich als Ware Objekt. Um es Dir Mittel werden zu lassen, mu&#223;t Du ein Quantum Geldes (als Mittel) an der Kasse lassen.<br />
Dem objektivierenden Verstand ist der Schweinebraten vor und hinter der Kasse derselbe. Das Bezahlen st&#246;rt zwar ein wenig, &#228;ndert aber f&#252;r den Verstand nichts am Gebrauchswert. So gesehen ist dann aber der Gebrauchswert „nur“ ein Wesen der Vorstellung, ein Gedachtes. An die Realisierung des Gebrauchswertes kannst Du Dich erst nach besagtem Tauschakt machen. Vor der Kasse ist der Schweinebraten Dir deshalb Objekt, hinter der Kasse Mittel.<br />
Unter dem Blickwinkel der politischen &#214;konomie des Kapitalismus betrachtet, ist damit die Sache (soweit sie den sog. Endkunden betrifft) abgeschlossen. Marx: „Der Gebrauchswert in dieser Gleichg&#252;ltigkeit gegen die &#246;konomische Formbestimmung, d.h. der Gebrauchswert als Gebrauchswert, liegt jenseits des Betrachtungskreises der politischen &#214;konomie. In ihren Kreis f&#228;llt er nur, wo er selbst Formbestimmung. Unmittelbar ist er die stoffliche Basis, woran sich ein bestimmtes &#246;konomisches Verh&#228;ltnis darstellt, der Tauschwert.“ (MEW 13, S. 15-16)<br />
Summa: Die jeweiligen Bestimmungsst&#252;cke Subjekt, Mittel und Objekt erhalten offenbar ihre Bestimmtheit (Besonderheit) durch den jeweiligen praktischen Kontext. In dem in dieser Gesellschaft unhintergehbaren Tauschakt, realisierst Du die gesellschaftliche Formbestimmtheit eines Prozesses, dessen stofflichen Hintergrund Du ja unter dem Titel „Tasse Kaffee“ ja mal diskutiert hast.</p>
<h3>Subjekt-Objekt-Spaltung</h3>
<p>(14) Um das Ganze vielleicht etwas verst&#228;ndlicher zu machen, m&#246;chte ich es am Beispiel der Subjekt-Objekt-Spaltung n&#228;her erl&#228;utern.</p>
<p>(15) Die Trennung von Subjekt und Objekt ist konstitutiv f&#252;r die b&#252;rgerliche Gesellschaft in dem Sinne, dass die objektiven Verh&#228;ltnisse als f&#252;r sich stehend, sich selbst reproduzierend erscheinen und das Subjekt nur darunter steht, das Gegebene nur ausf&#252;hrt.</p>
<p>(16) Um die b&#252;rgerliche Gesellschaft zu &#252;berwinden, muss also diese Trennung aufgehoben werden. Subjekt und Objekt sollen nicht mehr einander gegen&#252;berstehen, sondern die objektiven Verh&#228;ltnisse sollen nur noch eine Realisierung der subjektiven Zwecke sein, welche damit Objektiv sind. Das Subjekt kann sich so darin finden und indem es durch die objektiven Verh&#228;ltnisse bestimmt ist, diese realisiert, ist es nur durch sich selbst bestimmt, realisiert sich selbst.</p>
<p>(17) Subjekt und Objekt sollen also eine Einheit ausmachen. Aber wie kann ich denn &#252;berhaupt etwas von dieser Einheit wissen, wenn doch deren Trennung diese Epoche konstituiert, und deren Einheit noch gar nicht existiert? Wie ist es denn miteinander vereinbar, wenn ich behaupte, dass das was f&#252;r die menschliche Gesellschaft gelten soll, immer gilt?</p>
<p>(18) Nun, indem ich von einer Trennung zwischen Subjekt und Objekt spreche, beziehe ich sie aufeinander. Das Subjekt ist so in dieser Getrenntheit durch das Objekt bestimmt und umgekehrt. Die Subjekt-Objekt-Spaltung ist eine bestimmte Form der Einheit beider.</p>
<p>(19) Die Einheit ist also vorhanden, ist immer vorhanden. Das ist es was Subjekt und Objekt sind, in Beziehung zueinander zu stehen. Nur die Art dieser Beziehung, die Form ihrer Einheit ist historisch besonders.</p>
<p>(20) Die Einheit beider ist genau das, was sein soll, ist was ich will. Nur ist diese Einheit erst eine nur &#228;u&#223;erliche. Subjekt und Objekt erscheinen als jeweils selbstst&#228;ndige, sind bis ins extrem auseinander, sie differenzieren, besondern sich. Diese bestimmte Einheit ist konstituiert durch die Differenz, welche ein notwendiges Moment der Einheit ausmacht und sich hier entwickelt.</p>
<p>(21) In der menschlichen Gesellschaft soll das Verh&#228;ltnis zwischen Subjekt und Objekt konstituiert sein durch die in sich differenzierte Einheit beider, so das diese sich in ihrer Besonderheit gegenseitig durchdringen.</p>
<p>(22) Blicke ich nun wieder zur&#252;ck, auf die gegenw&#228;rtigen Verh&#228;ltnisse, so muss ich deren besondere Einheit auch hier darstellen. Da Subjekt und Objekt immer durch einander bestimmt sind, bringt das eine das andere in seiner besonderen Weise hervor. Die objektiven Verh&#228;ltnisse sind so nicht selbstst&#228;ndig, sondern durch mich konstituiert, aber in einer Weise, das ich mich darin nicht finden kann, obwohl ich darin bin. Und weil ich mich darin nicht finden kann, realisiere ich die darin liegenden Zwecke, Bedeutungen, als mir fremde, obwohl es meine sind. Und weil sie mir fremd sind, konstituiere ich die objektiven Verh&#228;ltnisse als mir gegen&#252;berstehend. So ist das, was mir dort als fremdes gegen&#252;bersteht, nur ich selbst.</p>
<p>(23) So befinde ich mich auf beiden Seiten dieses Gegensatzes, greife dar&#252;ber hinaus, umschlie&#223;e sie. Die Trennung verl&#228;uft so durch mich hindurch.</p>
<p>(24) Hier ist Platz f&#252;r Kommentare, die den ganzen Text betreffen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(24.1) Fazit, 08.02.2007, 18:42, Konrad Stoeber: Die ganze Konstruktion scheint mir arg hegelsche Manier und verbleibt so im Reich abstrakter Bestimmungen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(24.2) Fazit, 26.02.2007, 14:06, Stefan Meretz: Vielen Dank f&#252;r den Text, ich finde ihn sehr anregend! Mir ist die Argumentation jedoch nicht immer klar, ich hoffe, meine Fragen zeigen das. Der Text k&#246;nnte gewinnen, wenn du ihn durch weitere konkrete Argumente unterf&#252;tterst dort, wo er jetzt noch notwendig abstrakt ist. Aber das ist vielleicht auch ein gemeinsame Entwicklungsaufgabe. Meine Abschlussfrage ist: Zeichnest du nach deiner eigenen Meinung mit dem Text ein teleologisches Bild der gesellschaftlichen Entwicklung? Wenn ja/nein, warum (nicht)?</p>
<p style="padding-left: 60px;">(24.2.1) Re: Fazit, 29.03.2007, 12:44, Matthias Schulz: Ich wei&#223; nicht, ob Teleologie es trifft. Aber es ist n&#246;tig, um Entwicklung und das sich Entwickelnde nicht zu trennen. Ist das Resultat einer Entwicklung nur erst dieses Resultat und nicht in seiner Entwicklung schon pr&#228;sent, dann hat es sich nicht selbst hervorgebracht, sondern wurde gemacht und hat damit seinen Grund nicht in sich selbst, sondern in einem anderen.<br />
F&#252;r die gesellschaftliche Entwicklung kann das nicht sein. Es gibt kein Au&#223;erhalb. Wenn diese sich jedoch selbst entwickelt, das wirkende, verwirklichende in ihrer Entwicklung ist, so ist sie dieser st&#228;ndig gegenw&#228;rtig.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(24.3) Langer Kommentar zum ganzen Text, 14.05.2007, 14:34, Annette Schlemm: Hallo, ich habe jetzt einen ziemlich langen Text zum Thema &#8220;Inhalt-Form-Dialektik&#8221; im Zusammenhang mit Mattis (und unserer) Fragestellung gemacht. Er steht online unter: <a href="http://www.thur.de/philo/Inhalt_Form.htm">http://www.thur.de/philo/Inhalt_Form.htm</a></p>
<p style="padding-left: 60px;">(24.3.1) Re: Langer Kommentar zum ganzen Text, 30.05.2007, 10:14, Stefan Meretz: Sehr interessanter Text! Bin gespannt auf den zweiten Teil&#8230; H&#228;ttest du etwas dagegen, den Text zus&#228;tzlich trotzdem bei opentheory einzustellen? Dort w&#228;re er direkt kommentierbar. Ich w&#252;rde gerne den Begriff &#8220;Grund&#8221; besser verstehen und dazu Fragen stellen. Bilder k&#246;nnten bei thur.de/philo referenziert werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://wadk.de/2007/das-verhaeltnis-des-historischen-zum-ueberhistorischen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
