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	<title>Wege aus dem Kapitalismus &#187; geldlogik</title>
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		<title>Michael Heinrichs »Lösung« des Problems der Geldware</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 10:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Von patrick ÄT bb-goettingen.de Michael Heinrich argumentiert in der »Wissenschaft vom Wert« (S. 233-239 &#8211; in der 4. Auflage), Marx hätte die Geldware im ersten Band falsch bestimmt, weil bei ihm Geldware und Geld als allgemeines Äquivalent zusammenfallen, was nicht notwendig wäre und von ihm auch nicht begründet worden sei. Stattdessen sei das auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von patrick ÄT bb-goettingen.de</em></p>
<p>Michael Heinrich argumentiert in der »Wissenschaft vom Wert« (S. 233-239 &#8211; in der 4. Auflage), Marx hätte die Geldware im ersten Band falsch bestimmt, weil bei ihm Geldware und Geld als allgemeines Äquivalent zusammenfallen, was nicht notwendig wäre und von ihm auch nicht begründet worden sei. Stattdessen sei das auf der Geldware gründende Geld nur eine bestimmte Form von Geldsystem, die es zu Marx Zeiten eben gegeben hat, was aber zwar möglich, aber im Allgemeinen für die Warenproduktion nicht notwendig sei. Stattdessen braucht es nur ein »Zeichen«, das allgemeines Äquivalent sein kann, in dem sich also der Wert einer Ware darstellen kann, was nicht notwendig voraussetze, dass dieses Zeichen selbst Wert sei. Die Aufhebung der Goldbindung ist demnach lediglich eine historisch entwickeltere Form von Geldsystem, das reflektiert, dass Geldware eben für eine funktionierende Warenproduktion unnötig ist. <span id="more-323"></span></p>
<h3>Thesen dagegen</h3>
<p>Ich würde annehmen, da steckt etwas wahres drin, ist aber grundsätzlich erstmal falsch. Meine eher noch nicht ganz ausgearbeiteten Thesen dazu wären folgende:</p>
<p>Heinrich versucht erst gar nicht zu erklären, warum das Geldsystem historisch bestimmte Formen annimmt. Eine genauere historische Einbettung macht vor dem Hintergrund seiner Theorie vom Kapitalismus als letztlich statisches »System« auch gar keinen Sinn. Implizit scheint seine These dazu bestenfalls zu sein, dass sich das Geldsystem von der Geldware eben erst langsam emanzipieren musste, um in Reinform, also Geld als bloßes Zeichen, existieren zu können.</p>
<p>Dass das Geldsystem seit Wegfall der Goldbindung so etwas wie eine Geldware nicht hat, scheint erstmal zu stimmen. (Es gibt glaube ich Versuche, im Kontext der Weltordnungskriege z.B. das Öl als neue Geldware zu bestimmen, da es z.T. als Weltgeld fungiert bzw. den US-Dollar stützt, das halte ich aber eher für nicht so überzeugend, darin eine allgemeine Geldware zu sehen). Dieses historische »Geldsystem« kann aber nur erklärt werden, wenn die Warenproduktion in ihrer historischen Dynamik untersucht wird &#8212; wenn man die Nicht-Haltbarkeit der Geldware als Krisensymptom begreift &#8212; was natürlich für Heinrich nicht denkbar ist, da es ihm nach nur zyklische Krisen gibt. (Die Annahme einer anderen Geldware scheint mir eher das Komplement zu Heinrichs Krisenleugnung zu sein: Wenn der Kapitalismus doch eine Geldware braucht, dann muss sie eben noch irgendwie da sein).</p>
<p>Der Wegfall der Geldware wäre demnach eher ein Symptom der »Entsubstanzialisierung des Geldes«, das mit dem Schrumpfen der Wertmasse einhergeht. Genau in dem historischen Moment, wo das Kreditsystem zum Zweck des Krisenaufschubs zu seinem Höhenflug ansetzt, also ungedecktes fiktives Kapital als Reaktion auf die Krise der Wert-Verwertung beginnt zur Trägerin einer simulierten Verwertungsbewegung zu werden, die keine unmittelbare Entsprechung mehr zur Realakkumulation haben muss/kann, wird auch offensichtlich, dass sich die fiktiven Geldwerte nicht mehr in einer Geldware darstellen können.</p>
<p>Das von der Goldbindung entkoppelte Geld wäre so gesehen eher eine Voraussetzung für fiktive Wertschöpfung in der &#8216;finanzkapitalistischen Krisenverwaltung&#8217;, denn als das Geld von &#8216;funktionierender&#8217; Wert-Verwertung. Heinrich stellt demnach den Zusammenhang auf den Kopf: Er erklärt die Phänomene der Krise zum »eigentlichen Kern« des prosperieren kapitalistischen Normalbetriebs. Noch dazu projiziert er, was auf dem jetzigen historischen Entwicklungsstand zu sehen ist, in die kapitalistische Vergangenheit: eigentlich habe es eine Geldware noch nie gebraucht, wie er jetzt sehen zu können behauptet, es war mehr nur so etwas wie ein noch nicht zu sich gekommenes Geld, dass da zirkuliert wurde.</p>
<p>Sein Geldbegriff entspricht auch seiner quasi-Gleichsetzung von Wert- und Tauschwert und dem darauf beruhenden verkürzten Wertbegriff. Wenn Wert letztlich nur im Tausch existiert, wenn Wertsubstanz eine reine Illusion ist (der auch Marx aufgesessen sei), dann kann die Funktion von Geld auch nicht mehr sein, als eben den Wert einer Ware im Tausch darzustellen. Da Wert für ihn daher letztlich nicht mehr das gemeinsame Dritte ist, dass sich im Tauschwert (Verhältnis der Waren zueinander) ausdrückt, sondern eben nur als dieses Tausch-Verhältnis (=Tauschwert) existiert, ist es auch eher eine Konvention, braucht nicht selbst Wert zu sein, keine »Wertsubstanz« zu haben, sondern braucht eben nur Symbol zu sein, das dieses reine Verhältnis repräsentiert. (Er rückt damit auch wieder in die Nähe der bürgerlichen Wirtschaftswissenschaft, wo Geld eben lediglich Vermittlung des Tausches ist. Also eigentlich das Gegenteil einer »monetären Werttheorie«).</p>
<p>Was er in dem Kontext auch nicht thematisiert, ist die Rolle des Kreditgeldes. Er verhandelt es letztlich auf der gleichen Ebene (der Wertformanalyse) wie das Geld in seiner allgemeinen Bestimmung im Geld-Ware-Verhältnis. Dieses Geld, das seinen Grund in dem Auseinanderfallen von Kauf und Zahlung hat, also sozusagen aus dem Nichts geschöpft wird, als Zahlungsversprechen in der Zukunft, entspricht eher dem, wie Heinrich sich Geld als solches vorstellt. Es ist eben ein Anspruch, ein »Zeichen«, das selbst sich nicht auf eine Wertsubstanz (einer Geldware) bezieht. Diese Form des Geldes ist aber eher eine (logisch) entwickeltere Form des Geldes, das nicht auf der Ebene der Wertformanalyse angesiedelt werden kann, sondern darauf beruht &#8212; und die Form, auf dem das Geldsystem ohne Geldware letztlich basiert. Er wirft damit also die Bestimmungen aus dem ersten und dritten Band durcheinander und erklärt die entwickeltere Form zum Geld als solchem, um seine These stützen zu können. Auch hier schlägt die fehlende Krisentheorie durch: Wenn die entwickeltere Form logisch auf der abstrakteren/einfacheren aufbaut, diese einfachere aber nicht mehr gegeben scheint, dann muss die entwickeltere die einfachere eben ersetzt haben und dieser gar nicht bedürfen. Es darf aber nicht sein, dass dessen Unvereinbarkeit mit dem historischen Geldsystem eben ein Krisensymptom ist, das auf alles andere als funktionierende Kapitalverwertung hindeutet, sondern eben darauf, dass dieses Geld sozusagen »ungedecktes fiktives Geld« ist und eben weil zum Zwecke des Krisenaufschubs fiktive Werte darstellen muss, sich nicht einfach an eine Geldware binden kann.</p>
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		<title>Im Takt des Geldes &#8212; Auswertung</title>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2007 08:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideologie / -kritik]]></category>
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		<category><![CDATA[» Treffen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir werten die Veranstaltung mit Eske Bockelmann aus. Mittwoch, 6. Juni 2007, Helle Panke]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir werten die <a href="http://wadk.de/2007/im-takt-des-geldes/">Veranstaltung</a> mit Eske Bockelmann aus.</p>
<p>Mittwoch, 6. Juni 2007, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a></p>
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		<title>Im Takt des Geldes</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 08:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ideologie / -kritik]]></category>
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		<category><![CDATA[» Veranstaltung]]></category>
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		<category><![CDATA[eske bockelmann]]></category>
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		<category><![CDATA[vergesellschaftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Genese des modernen Denkens Freitag, 4. Mai 2007, 19:00 Uhr Vortrag: Im Takt des Geldes oder die Geburt des bürgerlichen Denkens Referent: Eske Bockelmann Moderation: Ulrich Weiß Im Mittelpunkt stehen Thesen aus einer Veröffentlichung von Eske Bockelmann: »Im Takt des Geldes. Zur Genese modernen Denkens«, zu Klampen Verlag 2004 Eintritt: 1,50 Euro, Ort: Helle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span class="id">Zur Genese des modernen Denkens</span></h3>
<h4>Freitag, 4. Mai 2007, 19:00 Uhr</h4>
<p>Vortrag: Im Takt des Geldes oder die Geburt des bürgerlichen Denkens</p>
<p>Referent: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eske_Bockelmann">Eske Bockelmann</a></p>
<p>Moderation: Ulrich Weiß</p>
<p>Im Mittelpunkt stehen Thesen aus einer Veröffentlichung von Eske Bockelmann: »Im Takt des Geldes. Zur Genese modernen Denkens«, zu Klampen Verlag 2004</p>
<p>Eintritt: 1,50 Euro, Ort: <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a>, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin</p>
<p><strong>Sonnabend, 5. Mai 2007, 10:00 bis 17:00 Uhr</strong></p>
<p>Seminar mit Eske Bockelmann: Konstitution des bürgerlichen Denkens und Bedingungen seiner möglichen Aufhebung</p>
<p>Leitung: Johannes Stockmeier</p>
<p>Beiträge: Eske Bockelmann und Mathias Spiller</p>
<p><span id="more-130"></span>Wer über den Kapitalismus hinaus will, muss ungeheure Mächte überwinden. Das ist praktisch unmöglich, wenn nicht zugleich über jene Wahrnehmungen und Denkformen hinausgegangen wird, die durch die bürgerliche Gesellschaft bedingt sind. Bockelmann zeigt wie dieses Denken geschichtlich durch die allgemeine Vermittlung der Menschen über das Geld hervorgebracht wurde und eine solche Geltung gewann, dass es als natürliches, unüberwindbares Denken erscheint. Dies gilt selbst für scheinbar unbedingte, ökonomieferne Empfindungen wie Rhythmuswahrnehmung, Mathematik, Philosophie.</p>
<p>Ausgehend von Bockelmanns Thesen stellen wir u.a. folgende Fragen:</p>
<ul>
<li>Kann dieser angeblich zwingende Zusammenhang zwischen bürgerlicher Existenz und entsprechendem Denken überhaupt aufgebrochen werden?</li>
<li>Welche Formen müssten Lebenspraxen haben, auf deren Grundlage ein neues Denken entstehen kann?</li>
<li>Sind im Denken und Handeln von heutigen Menschen Keimformen einer neuen Vergesellschaftung erkennbar?</li>
</ul>
<p>Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich bei <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> e.V. bzw. Uli Weiß. Hier auch nähere Angaben zum Seminar, Thesen/Texte zum Thema usw.Teilnahmegebühr: 5,00 Euro (incl. Mittagesssen), Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin</p>
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		<title>Zur Genese des modernen Denkens</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2007 08:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir bereiten uns auf die Veranstaltung am 4./5. Mai mit dem Autor des Buches »Im Takt des Geldes«, Eske Bockelmann, vor. Termine: Mittwoch, 11. April 2007, 18:00 Uhr, Helle Panke &#8211; Erstes und zweites Kapitel (S. 9-232) Mittwoch, 25. April 2007, 18:00 Uhr, Helle Panke &#8211; Drittes und viertes Kapitel (S. 233-489)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir bereiten uns auf die <a href="http://wadk.de/2007/im-takt-des-geldes/">Veranstaltung am 4./5. Mai</a> mit dem Autor des Buches »Im Takt des Geldes«, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eske_Bockelmann">Eske Bockelmann</a>, vor. Termine:</p>
<p>Mittwoch, 11. April 2007, 18:00 Uhr, <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> &#8211; Erstes und zweites Kapitel (S. 9-232)</p>
<p>Mittwoch, 25. April 2007, 18:00 Uhr, <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> &#8211; Drittes und viertes Kapitel (S. 233-489)</p>
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