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	<title>Wege aus dem Kapitalismus &#187; freie software</title>
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		<title>Keimform &#8212; wovon?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 17:36:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Uli Wei&#223;</em></p>
<p><strong>1.</strong> Ich gehe von einem unverzichtbaren Zusammenhang zwischen der Praxis der Lohnarbeit, der Individualit&#228;ten der darin agierenden Menschen und der m&#246;glichen Aufhebung des Kapitalismus aus. Siehe meine Argumente gegen Robert Kurz: <a href="http://opentheory.org/sintflut/text.phtml">»Sintlut ohne Arche«</a>. In dessen Schwarzbuch wird der ganze Kapitalismus als ein l&#228;sslicher Irrtum der Geschichte angesehen, an dem vorbei etwa die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luddismus">Ludditen</a> direkt in den Kommunismus h&#228;tten marschieren k&#246;nnen, wenn nicht die b&#252;rgerlichen Ideologen &#8230; Ohne bestimmte gesellschaftliche (sachliche und menschliche) Voraussetzungen, die erst im Kapitalismus entstehen, also wesentlich durch die Lohnarbeit geschaffen werden, ist Kommunismus undenkbar.</p>
<p><span id="more-268"></span><strong>2.</strong> Meines Erachtens geht das zusammen mit meiner Annahme, dass die Lohnarbeiter in ihrer Bestimmung <em>als Lohnarbeiter nicht</em> die Potenz haben, den Kapitalismus durch die Konstitution der kommunistischen Gesellschaft aufzuheben.</p>
<p>Ich stimme der Marxschen Aussage zu (Dt. Ideologie; MEW 3/77), dass der Proletarier „innerhalb seiner Klasse“, innerhalb seiner „Lebensbedingungen, der [Lohn-]Arbeit“ keine Chance hat &#8230;  pers&#246;nlich zur Geltung zu kommen“, dass um dies zu erm&#246;gliche, diese Lebensbedingungen, die Lohnarbeit und damit der Staat, die „Form, in der die Individuen der Gesellschaft sich bisher einen Gesamtausdruck gaben“ aufgehoben werden m&#252;ssen.</p>
<p>Ich meine aber nicht mehr, dass diese Bedingungen durch irgendeinen Klassenkampf aufgehoben werden k&#246;nnen, nicht durch „die Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse“, nicht durch die Diktatur des Proletariats.</p>
<p>Ich schlie&#223;e &#252;berhaupt eine solche &#220;bergangsgesellschaft zwischen Kapitalismus und Kommunismus aus, die durch irgendeine politische Macht (auch nicht durch eine proletarische) konstituiert werden k&#246;nnte.</p>
<p>Ich habe mich auch von der Annahme einer solchen ersten Phase des Kommunismus verabschiedet, wie sie Marx in der Kritik am Gothaer Programm beschreibt (auf die sich der fr&#252;here Osten nicht zu unrecht bezog), in der „dasselbe Prinzip wie beim Austausch von Waren&#228;quivalenten“ herrscht, sozusagen sozialistische Warenproduktion in einem sozialistischen Staat. Die Vorstellungen, in einer &#220;bergangszeit Prinzipien und Formen der b&#252;rgerlichen Gesellschaft nutzen zu k&#246;nnen und zu m&#252;ssen, um eine neue Gesellschaft zu konstituieren, hatten – obwohl irrige – eine erhebliche gesellschaftliche Wirksamkeit. (Siehe Lenin: N&#214;P, DDR: N&#214;S, Sozialismus als relativ selbst&#228;ndige Gesellschaftsformation). Sie geh&#246;ren einer vergangenen Zeit an. Sie sind Ausdruck des – was das behauptete Ziel betrifft, unrealisierbaren – Versuchs, einen Weg in den Kommunismus zur er&#246;ffnen unter Bedingungen, da dessen Voraussetzungen noch nicht gegeben waren.</p>
<p><strong>3.</strong> Hier muss etwas gesagt werden zum Unterschied zwischen <em>Voraussetzungen</em> und <em>Bedingungen</em> des Kommunismus. Wird das nicht klar getrennt, entstehen erhebliche Missverst&#228;ndnisse.</p>
<p>Die im Kapitalismus entstehenden Voraussetzungen des Kommunismus sind solche, auf deren Grundlage es &#252;berhaupt erst m&#246;glich wird, dass das Schaffen der materiellen Voraussetzungen menschlicher Existenz nicht mehr (oder minder) des &#228;u&#223;eren Zwang der &#214;konomie bedarf. Es geht um solche zivilisatorischen Errungenschaften, auf deren Basis die sch&#246;pferischen T&#228;tigkeiten nicht mehr wie die Lohnarbeit „nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbed&#252;rfnis“ werden k&#246;nnen und damit auch der „b&#252;rgerliche Rechtshorizont &#8230; &#252;berschritten werden“ kann.“</p>
<p>Ich halte diese Charakteristik kommunistischer sch&#246;pferischer T&#228;tigkeit nicht f&#252;r eine l&#228;ssliche Floskel von Marx und die Frage danach, inwiefern solches innerhalb der heutigen kapitalistischen Gesellschaft entsteht nicht als Ausdruck weltfremden Spekulierens. Es ist ein wichtiger (nicht der einzige) Ma&#223;stab, um &#252;berhaupt die Voraussetzungen einer Gesellschaft f&#252;r eine kommunistische Entwicklung einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen, sich selbst mit der Frage nach Wegen aus dem Kapitalismus ernst zu nehmen. Ich will dar&#252;ber reden – und halte das nicht als einen verzichtbaren alten ML-Ballast (Benni) – ob die fortgeschrittenste kapitalistische Produktionsweise heute solche Voraussetzungen geschaffen hat, an die Marx die Aufhebbarkeit einer auf Verwertung gegr&#252;ndeten Produktionsweise und der entsprechenden b&#252;rgerlichen Gesellschaft kn&#252;pfte. Besonders geht es dabei um die sich noch innerhalb des Kapitalismus vollziehenden Ver&#228;nderungen im Arbeitsprozess. (sh. meinen diese Diskussion ausl&#246;senden Text, ausf&#252;hrlicher u.a. in <a href="http://www.trend.infopartisan.net/trd0499/t090499.html">„Marx und der m&#246;gliche Sozialismus“</a>). Es ist nicht nur so, dass ohne solche Voraussetzungen ist Warenproduktion nicht aufhebbar, kann keine kommunistische Bewegung erfolgreich sein, landen entsprechende Versuche immer wieder in der „alte Schei&#223;e“. Wenn ich richtig lese, dann h&#228;lt Ingolf dies („Arbeit“ oder Arbeit als Lebensbed&#252;rfnis) &#252;berhaupt f&#252;r v&#246;llig illusorisch und zwar f&#252;r ewig. Und Hubert sieht solche Voraussetzungen noch nicht gegeben. Was ist an meinen Annahmen betreffs der Voraussetzungen nicht zutreffend? Das zu diskutieren w&#228;re sinnvoll. Es gibt hier keine Selbstverst&#228;ndlichkeiten. Dies vor allem nicht, weil das, was mensch als Voraussetzungen ansieht, wesentlich davon abh&#228;ngt, was er sich unter einer kommunistischen Form der Vergesellschaftung vorstellt. Deshalb eben die Frage: Keimform – <em>wovon</em>?</p>
<p><strong>4.</strong> Wenn ich solchen Wert auf die Diskussion von geschichtlichen Voraussetzungen des Kommunismus leben, dann hei&#223;t das <em>nicht</em>, dass dieser aus den inneren Logiken der kapitalistischen Produktionsweise ableitbar ist, auch nicht, wenn die entfaltetsten Voraussetzungen gegeben w&#228;ren. Es sind Voraus-Setzungen einer m&#246;glichen Entwicklung. Die Voraussetzungen selbst <em>bedingen</em> aber den Kommunismus <em>nicht</em>. Kapitalismus ist nicht unentfalteter Kommunismus – wie Matti in Hegelscher Konsequenz wohl sagen w&#252;rde? Und dieser ist nicht ein vollendeter Kapitalismus.</p>
<p>Wenn ich das so sehe und zugleich eine &#220;bergangsgesellschaft ausschlie&#223;e, in der etwa ein vern&#252;nftig (im proletarischen oder allgemeinen Sinne) agierender Staat oder ein Automatismus (wie bei Christian) die Waren-/Produktproduktion und -zuteilung entsprechend irgendwie erfasster Bed&#252;rfnisse und gebunden an die Arbeitsleistungen regelt, kann es aber dann &#252;berhaupt Wege aus dem Kapitalismus geben? L&#228;sst sich das &#252;berhaupt denken?</p>
<p>Es m&#252;ssen eben nicht nur <em>Voraussetzungen</em>, sondern zugleich die <em>Bedingungen</em> des Kommunismus benannt werden. Was sind solche Bedingungen im Unterschied zu Voraussetzungen? Es m&#252;ssten solche jenseits der kapitalistischen Produktionsweise und jenseits ihren Logiken entstehende Praxen sein, die solche sozialen <em>Formen</em> auszeichnen, deren Verallgemeinerung die Konstitution einer kommunistischen Gesellschaft bedeuten w&#252;rde – eben <em>Keim-Formen</em> einer kommunistischen Vergesellschaftung. Die sachlichen und menschlichen Voraussetzungen solcher Praxen und der M&#246;glichkeit, dass sie zur gesellschaftskonstituierenden Kraft werden k&#246;nnen (erst wenn auch dies zweite gegeben, k&#246;nnen diese Praxen als Keimformen begriffen werden) entstehen  innerhalb des kapitalistischen Produktionsweise. Die Praxen selbst und ihre Formen sind jedoch eine Neusch&#246;pfung, eine geschichtliche Tat.</p>
<p>Konstituiert werden solche Praxen von den beteiligten Individuen <em>nicht als Klassenindividuen</em>. Insofern diese Menschen zugleich Lohnarbeiter oder als Wissenschaftler erwerbst&#228;tig sind, ergibt sich ihre freie T&#228;tigkeit, die ihnen selbst Lebensbed&#252;rfnis ist, gerade nicht aus der Logik ihrer (Lohn-)Arbeit.</p>
<p><strong>5.</strong> Ein solcher Gedankengang ist f&#252;r Menschen, die in ihrer Engagement auf die Bef&#246;rderung der Arbeiterbewegung mit ihren zivilisatorischen Potenzen orientiert waren oder sind, offenkundig eine Zumutung. Als Analogie verweise ich auf die Entstehung der kapitalistischen Produktionsweise. (Das ist kein Beweis, aber vielleicht hilft es, sich dem Keimformdenken zu &#246;ffnen.) Deren Voraussetzungen waren</p>
<ul>
<li>akkumuliertes Handels- und Raub-“Kapital“,</li>
<li> von Sklaverei oder feudaler Abh&#228;ngigkeit freie Menschen,</li>
<li> kulturelle und technische Voraussetzungen,</li>
<li> &#8216;Konsumbed&#252;rfnisse, die nur beschr&#228;nkt oder gar nicht in der gegebenen Produktionsweise befriedigt werden konnten. (Marx verweist darauf, dass es wesentliche derartiger Voraussetzungen schon im alten Rom gegeben habe: Proletarier, freies „Kapital“, Bed&#252;rfnisse, auch in Handelszentralen des Mittelalters.)</li>
</ul>
<p>Die Konstitution der kapitalistischen Produktionsweise selbst ging nicht etwa aus dem mittelalterlichen Zunftwesen hervor, nicht aus dem Kampf der feudalen Klassen gegeneinander. Es war in keiner Weise eine Fortsetzung der Bewegungslogiken feudaler Institutionen.</p>
<p>Was die &#214;konomie betrifft, so hat die Verbindung der genannten Voraussetzungen in den <em>Manufakturen</em>, also etwa <em>jenseits</em> der <em>Zunftverh&#228;ltnisse</em>, diejenigen Praxisformen konstituiert, die in ihrer Verallgemeinerung die kapitalistische Produktionsweise <em>bedingten</em>. Keimformen einer neuen Vergesellschaftung.</p>
<p><strong>6.</strong> Unter anderem sind die Marxschen Kategorien „Arbeitsteilung“ sowie „formelle und reelle Subsumtion der Arbeit unter das Kapital“ geeignet, sowohl das Entstehen unverzichtbarer Voraussetzungen f&#252;r den Kommunismus zu erfassen als auch zu verstehen, dass sie selbst den Kommunismus nicht bedingen.</p>
<p>Marx beschreibt wie es mit der Entwicklung der Maschinerie dazu kommt, dass die urspr&#252;nglich (etwa in den fr&#252;hkapitalistischen Manufakturen) nur bestehende formelle Subsumtion (hier wurde die Arbeit noch in der alten Weise handwerklicher Produktions geleistet aber eben formell als Verwertungsprozess) zugleich zur reellen wird. Mit der mechanisierten Produktion, in der die unmittelbaren Produzenten dann zum Anh&#228;ngsel der Maschine werden, sie werden sozusagen von der Maschinerie angewendet, entstehen die dem Kapital eigentlich erst angemessenen Produktionsmittel und Arbeitsweisen. Darin kommt die kapitalistische Produktionsweise sozusagen erst zu sich selbst. Diese Entwicklung findet ihren H&#246;hepunkt in Flie&#223;bandproduktion der tayloristischen-fordistischen Produktionsweise, in der die L&#252;cken in der Maschinerie in einer solchen Weise durch Lohnarbeiter ausgef&#252;llt werden, dass die Arbeiten idealerweise auch von einem intelligenten Gorilla ausgef&#252;hrt werden k&#246;nnten (Taylor). In dieser reellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital ist die formelle Subsumtion auf die Spitze getrieben.</p>
<p>Mit den postfordistischen &#196;nderungen des Charakters der Arbeit werden beide Unterordnungen immer problematischer.</p>
<p>Marx hatte in Verbindung mit der Automatisierung erwartet, dass die wissenschaftliche, k&#252;nstlerische und spielerische F&#228;higkeiten sowie die der sozialen Kompetenzen f&#252;r die Reichtumsproduktion eine solche Bedeutung gewinnen, dass die Einbindung dieser T&#228;tigkeiten in den Verwertungsprozess zur miserablen Grundlage der Reichtumsproduktion &#252;berhaupt wird. In den entscheidenden Kernbereichen kapitalistischer Produktion vollzieht sich heute tats&#228;chlich dieses Heraustreten von Produzenten aus dem unmittelbaren Fertigungsprozess. Aber angesichts der weiterhin bestehenden formellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital kommt es nicht dahin, wof&#252;r mit diesem Prozess wesentliche Voraussetzungen gegeben werden: zur Aufhebung der reellen Subsumtion. Im Gegenteil. Die postfordistischen Produktionsformen sind mit einer weiteren Vertiefung der menschlichen Unterwerfung unter die Kapitalverh&#228;ltnisse verbunden. Nicht nur dass viele Akteure die Kontrollfunktionen im kapitalistischen Produktionsprozess in ihre eigene T&#228;tigkeit hineinnehmen. Sie sind gezwungen, ihren gesamten Lebensprozess gem&#228;&#223; der Anforderung der Kapitalverwertung zu unterwerfen. Die so genannte Ich-AG kann als Symbol hierf&#252;r gelten.</p>
<p>Das hei&#223;t die Voraussetzungen einer m&#246;glichen Aufhebung der Kapitalverh&#228;ltnisse konstituieren mitnichten aus ihren eigenen Logiken heraus eine Vergesellschaftungsform jenseits des Es/Ich-muss-sich/mich-rechnen. Selbst die gr&#246;&#223;te M&#246;glichkeit individueller Selbstst&#228;ndigkeit, solange der Akteur innerhalb der Kapitalverh&#228;ltnisse agiert, bleibt eine rein abstrakte M&#246;glichkeit, verkehrt sich real und vom Akteur selbst exekutiert best&#228;ndig in Unterwerfungen unter den nun nun auch noch selbst exekutierten stummen Zwang der &#214;konomie.</p>
<p><strong>7.</strong> Aber genau hier rebelliert auf eine neue Weise die menschliche Produktivkraft gegen ihre Unterordnung unter die Zw&#228;nge der Kapitalverwertung. Als Reaktion auf entsprechende Beleidigung menschlicher Sch&#246;pferkraft geht es nunmehr nicht mehr wie im proletarischen &#246;konomischen und politischen Klassenkampf vorrangig darum, die Reproduktionsbedingungen der Arbeitskraft innerhalb der gegebenen Grundstruktur zu sichern und zu verbessern. Dieser Kampf wird  freilich weitergef&#252;hrt. F&#252;r unsere Frage bedeutsam ist vielmehr, dass auf der Grundlage der inzwischen geschaffenen Voraussetzungen freier T&#228;tigkeiten au&#223;erhalb der kapitalistischen Produktion auch Praxen entstehen, in denen dieses Sch&#246;pfertum seine Befriedigung findet. Es sind Praxen, in denen das Schaffen n&#252;tzlicher Dinge als Selbstgenuss der Akteure sich freier entfalten kann. Im Unterschied etwa zu Kleingartenvereinen, in der dieser Selbstgenuss auch eine Rolle spielt – insofern auch eine Gegenst&#252;ck zur Unterordnung unter das Kapital in der Lohnarbeit – geht es hier um Praxen mit der inneren Potenz geschichtsm&#228;chtig zu werden, eine neue Produktionsweise zu bedingen. Der ganze Bereich freier Software ist eine solche Praxis, eine solche Reaktion auf die im high-tech-Bereich geknechtete menschliche Sch&#246;pferkraft. Es ist eine arbeitsteilig tief gestaffelte, international vernetzte Praxis, in der die Wert- und Herrschaftsf&#246;rmigkeit und damit die Kapitalverh&#228;ltnisse aufgehoben sind. Hier ist der Genuss an sch&#246;pferischer T&#228;tigkeit und am selbst geschaffenen Produkt die entscheidende Triebkraft das Entstehens von n&#252;tzlichen Dingen, die auch noch allgemein ohne &#228;quivalente Gegenleistung zug&#228;nglich sind. Kein &#228;u&#223;erliche Zwang treibt hier die Akteure, keine Notwendigkeit, Anspr&#252;che auf die Leistungen anderer zu akkumulieren (etwa durch Lohnarbeit), keine Verpflichtung, &#196;quivalente zu bieten, keine Askese, keine Uneigenn&#252;tzigkeit treibt hier an, kein Klassenkampf konstituiert dies, keine staatliche oder sonstige Herrschaft – und doch werden hier in den entsprechenden Assoziationen mit der Erf&#252;llung der je eigenen Bed&#252;rfnisse der Akteure gesellschaftliche Bed&#252;rfnisse erf&#252;llt und zwar zuverl&#228;ssig.</p>
<p><strong>8.</strong> Ein entscheidendes Wak-Problem ist die Konstitution solcher Praxisformen auch in solchen Bereichen deren (nichtvirtuelle) Produkte sich (anders als etwa bei Software) in der Konsumtion vernutzen. Je nachdem, ob man dies f&#252;r m&#246;glich h&#228;lt und zwar in einer Weise, dass in diese Form von sch&#246;pferischer T&#228;tigkeit auch die gesamten materiellen Lebensbedingungen geschaffen werden k&#246;nnen, begreift man solche Praxen wie die der freien Software-Szene als Keimform einer neuen Vergesellschaftung oder eben nicht.</p>
<p><strong>9.</strong> Das Entstehen dieser Praxen jenseits der Logiken der kapitalistischen Produktionsweise ist eine Neukonstitution. Diese entwickelt von vornherein ihre eigenen Logiken. Sie stellen nicht (wie Marx etwa in der Kritik am Gothaer Programm annahm, eine solche Phase einer neuen Vergesellschaftung in der f&#252;r ihre Konstitution bzw. ihren Fortschritt Fortschritt wenigstens vor&#252;bergehend noch solche Instrumente und Strukturen zu nutzen w&#228;ren, die f&#252;r die kapitalistische Produktionsweise charakteristisch sind. Diese Praxen konstituieren in diesem Sinne nicht eine erste Phase (die etwa noch der Warenproduktion und des b&#252;rgerlichen Rechts bedarf), nach der dann die zweite, die eigentliche k&#228;me. Diese Praxen sind nicht das Ergebnis irgendeines Klassenkampfes. Sie folgen keinerlei Klassen- und Herrschaftslogik. Sie bedeuten von vornherein die praktische Aufl&#246;sungen der Grundinstitutionen der b&#252;rgerlichen Gesellschaft (Warenproduktion, Lohnarbeit, Wertvermittlung, &#196;quivalenzverh&#228;ltnisse &#252;berhaupt, Staatlichkeit). Eine Gesellschaftlichkeit, die solchen Praxen ad&#228;quate ist, ist die kommunistische. Was die inneren sozialen Formen betrifft, ist entsteht damit etwas, wozu kein Real-“Sozialismus“ in der Lage sein konnte: Es konstituieren sich vornherein Keime einer Gesellschaftlichkeit, die in ihrer Existenz und in ihrer m&#246;glichen Verallgemeinerung nicht derjenigen Mittel der alten Gesellschaft bed&#252;rfen, die einst eben auch Marx als &#220;bergangsnotwendigkeit angesehen hatte.</p>
<p><strong>10.</strong> Ist das die Idylle eines Hineinwachsens in den Kommunismus?</p>
<p>Die Individuen, die solche Praxisformen konstituieren, deren Verallgemeinerung einen Kommunismus konstituieren w&#252;rde, leben, was ihren materiellen Lebensunterhalt betrifft, vorerst zugleich von einem mehr oder minder funktionierenden Kapitalismus.</p>
<p>Wie alle Menschen der b&#252;rgerlichen Gesellschaft sind sie gezwungen, sich innerhalb der knechtenden Erwerbsarbeit oder als durch solche alimentiert, kontrolliert und erniedrigt zu behaupten. Dem gegen&#252;ber steht deren parallele Praxis einer freien Assoziation, in der die Individualit&#228;ten als solche zur Geltung kommen. Diese Zerrissenheit ihrer Existenz, ist alles andere als eine Idylle. Die Zw&#228;nge der einen, sich verwerten, sich verwursten zu m&#252;ssen und die menschlichen M&#246;glichkeiten der anderen stellen sich best&#228;ndig gegenseitig in Frage. Was die Akteure, die solche Keimform-Praxen tragen, ist diese Geschichte auch immer eine der best&#228;ndigen elenden Kompromisse und menschlicher Niederlagen. Doch genau entlang dieser Widerspr&#252;che findet das Ringen um eine neue Vergesellschaftung statt.</p>
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		<title>Politische &#214;konomie des Informationskapitalismus</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Aug 2007 20:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Veranstaltung mit Sabine Nuss (PROKLA) und Ernst Lohoff (KRISIS). Freitag, 7. September 2007, 19:00 Uhr, Helle Panke: Vortrag Ernst Lohoff Samstag, 8. September 2007, 10:00 Uhr, Helle Panke: Vortrag Sabine Nuss; ab 13:00 Uhr: Seminar mit Sabine Nuss und Ernst Lohoff. Nuss und Lohoff besch&#228;ftigen sich mit der politischen &#214;konomie des Informationskapitalismus. W&#228;hrend f&#252;r Nuss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><span class="id">Veranstaltung</span> mit Sabine Nuss (PROKLA) und Ernst Lohoff (KRISIS).</h3>
<p>Freitag, 7. September 2007, 19:00 Uhr, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a>: Vortrag Ernst Lohoff</p>
<p>Samstag, 8. September 2007, 10:00 Uhr, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a>: Vortrag Sabine Nuss; ab 13:00 Uhr: Seminar mit Sabine Nuss und Ernst Lohoff.</p>
<p>Nuss und Lohoff besch&#228;ftigen sich mit der politischen &#214;konomie des Informationskapitalismus. W&#228;hrend f&#252;r Nuss der Eigentumsbegriff den zentralen Zugang er&#246;ffnet, ist f&#252;r Lohoff die werttheoretische Einordnung vorrangig. Die Frage der Aufhebung der Warenproduktion wird von beiden folglich unterschiedlich beurteilt.<br />
<span id="more-106"></span></p>
<h4>Freitag, 7.9.2007, 19:00 Uhr</h4>
<p><strong>Ernst Lohoff: Zur Kritik der politischen &#214;konomie des Informationskapitalismus</strong></p>
<p>Vortrag und Diskussion</p>
<p>Moderation: Stefan Meretz</p>
<p>Helle Panke e.V., Kopenhagener Stra&#223;e 9, Eintritt 1,50 Euro</p>
<h4>Samstag, 8.9.2007</h4>
<p><strong>10:00 bis 12.00 Uhr: <strong>Sabine Nuss: Aneignungskonflikte um geistiges Eigentum im informationellen Kapitalismus</strong></strong></p>
<p>Vortrag und Diskussion</p>
<p>Moderation: <span class="notfound">Matthias Spiller</span></p>
<p><strong>13.00 bis 16.00 Uhr: <strong>Seminar mit Sabine Nuss und Ernst Lohoff</strong></strong></p>
<p>Moderation: Ulrich Wei&#223;</p>
<p><a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> e.V., Kopenhagener Stra&#223;e 9, Kostenbeitrag 5,00 Euro (incl. Mittagessen)</p>
<p>Anmeldung erforderlich: Helle Panke e.V., Kopenhagener Str. 76, Tel. 475 387 24, Fax. 473 787 75, E-Mail an: info &#196;T helle-panke.de, Internet <a href="http://www.helle-panke.de/" target="_ ">http://www.helle-panke.de</a></p>
<p><strong>Fragen f&#252;r das Seminar:</strong></p>
<ul>
<li>Was ist das Besondere an Wissens- und Kulturg&#252;tern und Software?</li>
<li>Wie sind diese nichtstofflichen G&#252;ter theoretisch zu fassen?</li>
<li>Sind es normale Waren oder gar keine Waren?</li>
<li>Welche Rolle spielt das Konzept des &#8220;geistigen Eigentums&#8221;?</li>
<li>Er&#246;ffnet die freie Software- und Kulturbewegung &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221;?</li>
</ul>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p>Sabine Nuss, Copyriot &amp; Copyright: Aneignungskonflikte um geistiges Eigentum im informationellen Kapitalismus, Westf&#228;lisches Dampfboot, 2006</p>
<p>Ernst Lohoff, Der Wert des Wissens: Grundlagen einer Politischen &#214;konomie des Informationskapitalismus, in: krisis 31, S. 13-51, 2007</p>
<p>Stefan Meretz, Der Kampf um die Warenform: Wie Knappheit bei Universalg&#252;tern hergestellt wird, in: krisis 31, S. 52-89, 2007, Online: <a href="http://www.opentheory.org/kampfumdiewarenform/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/kampfumdiewarenform/text.phtml</a></p>
<p>[Update: Sabine Nuss musste erkrankt kurzfristig ihre Teilnahme absagen]</p>
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		<item>
		<title>André Gorz &#8212; auf dem Weg in den Wissenskommunismus?</title>
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		<comments>http://wadk.de/2005/andre-gorz-auf-dem-weg-in-den-wissenskommunismus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2005 12:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freitag/Sonnabend 8./9. April 2005, Helle Panke. Vorgestellt und diskutiert wird Gorz&#8217; neues Buch »Wissen, Wert und Kapital. Zur Kritik der Wissens&#246;konomie«, Rotpunktverlag 2004. Inhaltliche Vorbereitung: Stefan Meretz, Uli Wei&#223;, Matthias Schulz, Mathias Spiller Freitag, 19.00 Uhr, Vortrag und Diskussion Stefan Meretz stellt den Inhaltes des Buches vor. Meretz korrespondiert seit l&#228;ngerem mit Gorz. Er ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag/Sonnabend 8./9. April 2005, <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a>.</p>
<p>Vorgestellt und diskutiert wird Gorz&#8217; neues Buch »Wissen, Wert und Kapital. Zur Kritik der Wissens&#246;konomie«, Rotpunktverlag 2004.</p>
<p><span id="more-198"></span>Inhaltliche Vorbereitung: Stefan Meretz, Uli Wei&#223;, Matthias Schulz, Mathias Spiller</p>
<p><strong>Freitag, 19.00 Uhr, Vortrag und Diskussion</strong></p>
<p>Stefan Meretz stellt den Inhaltes des Buches vor. Meretz korrespondiert seit l&#228;ngerem mit Gorz. Er ist Autor verschiedener Publikationen zur Freien Software. Besonders besch&#228;ftigt ihn Frage, inwiefern die Praxisformen freier Softwareproduktion, Keimformen einer m&#246;gliche Vergesellschaftung jenseits des Kapitalismus sein k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Sonnabend, 10.00 bis 16.00 Uhr. Seminar zum Thema</strong></p>
<p>Einf&#252;hrender Beitrag von Ulrich Wei&#223;:</p>
<ol>
<li>Von welchen Kommunismusvorstellungen geht Gorz in seinem Buch aus?</li>
<li>Bez&#252;ge von Gorz auf Marx&#8217; Annahmen zu den &#246;konomischen Voraussetzungen f&#252;r eine m&#246;gliche Aufhebung des Kapitalismus</li>
<li>Erkenntnisfortschritte von Gorz im Vergleich zu traditionellen Marx-Rezeptionen</li>
</ol>
<p>Thesen von Stefan Merten: <a href="http://www.opentheory.org/uebergorzhinaus/text.phtml">Gorz und dar&#252;ber hinaus &#8211; Altes im Neuen?</a></p>
<p>In der Analyse des ausgehenden Kapitalismus, der schon einige Hinweise auf eine k&#252;nftige Informationsgesellschaft gibt, richtet Gorz seinen Blick vor allem auf die vorgefundene Gesamtform. Ich w&#252;rde gerne versuchen, die kapitalistische Formbestimmung von der Formbestimmung durch die Sache zu trennen, um so besser verstehen zu k&#246;nnen, welche heute vorfindlichen Aspekte gesellschaftlicher Ph&#228;nomene in einer Informationsgesellschaft nicht abgeschafft, sondern aufgehoben sein d&#252;rften.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Grundlegung einer freien Kooperation</title>
		<link>http://wadk.de/2002/grundlegung-einer-freien-kooperation/</link>
		<comments>http://wadk.de/2002/grundlegung-einer-freien-kooperation/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2002 13:54:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie / Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[carola möller]]></category>
		<category><![CDATA[christoph spehr]]></category>
		<category><![CDATA[freie kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[freie software]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[krisis]]></category>
		<category><![CDATA[robert kurz]]></category>
		<category><![CDATA[wertkritik]]></category>
		<category><![CDATA[widerstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Seminar, veranstaltet vom Diskussionskreis Wege aus dem Kapitalismus und Helle Panke e.V., 15./16. M&#228;rz 2002 In der Reihe &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221; wurden bisher unter anderem folgende Diskussionen gef&#252;hrt: mit Robert Kurz (N&#252;rnberg) &#252;ber theoretische Vorstellungen der Krisis-Gruppe zu M&#246;glichkeiten des Ausbruchs aus dem Kapitalismus und &#252;ber hemmende Faktoren daf&#252;r; mit Carola M&#246;ller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Seminar, veranstaltet vom Diskussionskreis <a href="http://wadk.de/">Wege aus dem Kapitalismus</a> und <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a> e.V., 15./16. M&#228;rz 2002</p>
<p>In der Reihe &#8220;Wege aus dem Kapitalismus&#8221; wurden bisher unter anderem folgende Diskussionen gef&#252;hrt:</p>
<ul>
<li>mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kurz">Robert Kurz</a> (N&#252;rnberg) &#252;ber theoretische Vorstellungen der Krisis-Gruppe zu M&#246;glichkeiten des Ausbruchs aus dem Kapitalismus und &#252;ber hemmende Faktoren daf&#252;r;</li>
<li>mit Carola M&#246;ller (K&#246;ln) und anderen theoretisch und praktisch engagierten Leuten &#252;ber alternativer Formen des Lebens und Arbeitens, &#252;ber Chancen und Grenzen derartiger Versuche, eine neue Gesellschaftlichkeit jenseits von Kapitalismus und Warenproduktion zu begr&#252;nden.</li>
</ul>
<p><span id="more-219"></span>Auf diese Veranstaltungen hin haben Diskussionsgruppen aus K&#246;ln und Bremen reagiert. Sie schlagen vor, den Diskurs &#252;ber die unterschiedlichen Gesichtspunkte der Suche nach Wegen aus dem Kapitalismus auch durch gemeinsame Treffen zu bef&#246;rdern. Nun laden wir unter dem Motto Grundlegung einer freien Kooperation zur n&#228;chsten Runde ein.</p>
<p><strong>Freitag, 15. M&#228;rz 2002, 19.00 Uhr, Berlin, Kopenhagener Str. 76, 10437 Berlin (U/S-Bahn Sch&#246;nhauser Allee)</strong></p>
<p>Christoph Spehr (Bremen) spricht einleitend &#252;ber seine Arbeit:</p>
<p><strong><a href="http://www.opentheory.org/gleicher/">Gleicher als Andere</a> &#8211; eine Grundlegung der Freien Kooperation</strong></p>
<p>anschlie&#223;end Diskussion, Eintritt: 1,50 EUR</p>
<p><strong>Sonnabend, 16. M&#228;rz 2002, 10.00-17.00 Uhr, Berlin, Kopenhagener Str. 8, 10437 Berlin (U/S-Bahn Sch&#246;nhauser Allee)</strong></p>
<p><strong>Tagesseminar: Theoretische M&#246;glichkeiten und praktische Erfahrungen bei der Suche nach herrschaftsfreier Kooperation</strong></p>
<p>Vorschlag f&#252;r Seminarschwerpunkte am Sonnabend:</p>
<p><strong>10:00 bis 13:00 Uhr</strong>: Fortsetzung der Diskussion vom Vorabend &#252;ber Christophs Positionen. Eingangs werden Positionen zur Theorie der Freien Kooperation vorgestellt:</p>
<ul>
<li>Stefan Meretz: Der wilde Dschungel der Kooperation</li>
<li>Ulrich Wei&#223;: B&#252;rgerliche Individuen in &#8220;freien&#8221; Kooperationen &#8211; Ende oder/und m&#246;glicher Ausgangspunkt freier Assoziationen?</li>
<li>Petra Haarmann: Jenseits des b&#252;rgerlichen Rechts: freie Assoziationen.</li>
</ul>
<p>Moderation: Johannes Stockmeier</p>
<p><strong>13:00 bis 14:00 Uhr</strong> Pause (mit Imbiss)</p>
<p><strong>14:00 bis 17:00 Uhr</strong> Wege aus dem Kapitalismus &#8211; viele Fragen</p>
<p>Hier k&#246;nnte der Versuch unternommen werden, widerspr&#252;chliche Positionen und gemeinsame Fragestellungen zu diskutieren und sich hinsichtlich des weiteren Umgangs mit ihnen zu verst&#228;ndigen. Es sind dies Fragen, die sich direkt aus der Diskussion von Christophs Text ergeben bzw. die sich in den bisherigen &#246;ffentlichen Diskussionen der Gruppe Wege aus dem Kapitalismus und in anderen Zusammenh&#228;ngen und Lebenserfahrungen immer wieder ergeben haben, z. B.:</p>
<ol>
<li>Wie ist das Verh&#228;ltnis zwischen dem Widerstand gegen kapitalistische Zumutungen innerhalb kapitalistischer Strukturen und dem Ringen um positive Gestaltung nichtkapitalistischer Beziehungen und Strukturen? (Siehe unsere strittige Frage: K&#246;nnen im gewerkschaftlichen Kampf um Erhalt von Arbeitpl&#228;tzen, um Sicherung und Verbesserung der Lage von Lohnabh&#228;ngigen usw. Keimformen einer neuen Gesellschaft entstehen oder nicht?)</li>
<li>Welche Wechselbeziehungen bestehen zwischen Gemeinschaften/Assoziationen einerseits und Gesellschaften/Gesellschaftsformationen andererseits? Welche Gemeinschaften sind hier gemeint?:
<ul>
<li>Gemeinschaften der unmittelbaren Reproduktion menschlichen Lebens (Familien, Sippen, Clans);</li>
<li>Gemeinschaften, in denen sich Individuen finden, um bestimmte gemeinsame Lebensinteressen zu sichern (Abwehr von Bedrohungen, sog. Einpunktbewegungen, positive eigene T&#228;tigkeiten zur Befriedigung von unmittelbaren Lebensbed&#252;rfnissen);</li>
<li>Gemeinschaften, in denen durch individuellen Selbstbet&#228;tigung jenseits der (kapitalistischen) Warenproduktion n&#252;tzliche Dinge hergestellt bzw. sonstige sch&#246;pferische Leistungen erbracht werden, siehe Freie Software (Linux etc.), k&#252;nstlerische, handwerkliche, p&#228;dagogische und sonstige Selbstbet&#228;tigung.</li>
</ul>
</li>
<li>Ist es &#252;berhaupt denkbar (oder gibt es historische Beispiele daf&#252;r), dass sich solche Gemeinschaften verbinden und jenseits der Wertvermittlung solche Gesellschaften begr&#252;nden, in denen die Individuen tats&#228;chlich frei werden? Ist es denkbar, dass sich solche Gemeinschaften/Gesellschaften die materiellen Bedingungen ihrer Existenz sichern und zwar nicht asketisch, sondern auf hohem zivilisatorischem Niveau?</li>
<li>K&#246;nnen dagegen Kooperationen, die entsprechend den Kategorien der Warenproduktion, also auch in denen b&#252;rgerlicher &#196;quivalenz- und Rechtsprinzipien konstituiert sind, solche freien Gesellschaften begr&#252;nden und dadurch selbst zu freien Kooperationen werden oder l&#228;uft dies unvermeidbar immer wieder auf die Rekonstruktion ganz normaler b&#252;rgerlich-kapitalistischer Beziehungen/Unternehmen/Gesellschaften hinaus?</li>
</ol>
<p>Es w&#228;re gut, wenn folgende Literatur bekannt ist:</p>
<ul>
<li>Christoph Spehr, <a href="http://www.opentheory.org/gleicher/">Gleicher als Andere</a>. Eine Grundlegung der Freien Kooperation.</li>
<li>Christoph Spehr, Die Aliens sind unter uns, Siedler Verlag 1999</li>
<li>Stefan Meretz, Der wilde Dschungel der Kooperation, siehe <a href="http://www.opentheory.org/dschungel/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/dschungel/text.phtml</a></li>
<li>Stefan Meretz, Linux &amp; Co, AG SPAK B&#252;cher, <a href="http://www.kritisch-informatik.de/fsrevol.htm" target="_ ">http://www.kritisch-informatik.de/fsrevol.htm</a></li>
<li>Stefan Meretz, Freie Software, 20 Thesen f&#252;r eine andere Gesellschaft, spw Nr. 120 2001, <a href="http://www.opentheory.org/fs-thesen/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/fs-thesen/text.phtml</a></li>
<li>Uli Wei&#223;, Frei wozu? siehe <a href="http://www.opentheory.org/frei-wozu/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/frei-wozu/text.phtml</a></li>
<li>Uli Wei&#223;, Sintflut ohne Arche, Notizen zu Robert Kurz: Schwarzbuch Kapitalismus, <a href="http://www.opentheory.org/sintflut/text.phtml" target="_ ">http://www.opentheory.org/sintflut/text.phtml</a> und Seminarmaterial, hrg. von <a href="http://wadk.de/helle-panke/">Helle Panke</a></li>
<li>Carola M&#246;ller, &#220;berlegungen zu einem gemeinwesenorientierten Wirtschaften, in: Auf der Suche nach der verlorenen Zukunft, trafo Verlag 1997</li>
</ul>
<p>Wegen der begrenzten Anzahl von Teilnehmern bitten wir f&#252;r das Sonnabendseminar um Anmeldung &#252;ber Uli Wei&#223;, <a href="http://coforum.de/?973">Helle Panke</a> e.V., Tel 030-475 387 24, Fax: 473 787 75, <span class="mh-plaintext"><a href='http://mailhide.recaptcha.net/d?k=01d0ujgx2lpk5R83wEhrIpLQ==&amp;c=Prdnx_nfvlJW9RRnbmYjJzCcP6B1MmStzm1jHFVD8xk=' onclick="window.open('http://mailhide.recaptcha.net/d?k=01d0ujgx2lpk5R83wEhrIpLQ==&amp;c=Prdnx_nfvlJW9RRnbmYjJzCcP6B1MmStzm1jHFVD8xk=', '', 'toolbar=0,scrollbars=0,location=0,statusbar=0,menubar=0,resizable=0,width=500,height=300'); return false;" title="Hier klicken, um die Adresse anzuzeigen">VERSTECKTE EMAIL</a></span> und www.helle-Panke.de.</p>
<p>Kostenbeitrag f&#252;r das Seminar: 5,00 EUR. Davon wird u.a. ein Imbiss finanziert.</p>
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