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	<title>Kommentare zu: Michael Heinrichs »Lösung« des Problems der Geldware</title>
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		<title>Von: Benni</title>
		<link>http://wadk.de/2009/michael-heinrichs-loesung-des-problems-der-geldware/#comment-192</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 11:45:55 +0000</pubDate>
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		<description>Wie so oft: Beide Seiten haben Recht.

Die Art des Geldes ist keine rein ökonomische Frage sondern eng verknüpft mit der Frage der Hegemonie. Wer das Geld kontrolliert, ist (die einzige) Weltmacht. Die Goldbindung der Währung ist eine Erfindung der Briten und hat ihnen die Hegemonie gebracht. Vorher gab es Silberstandard. Die Loslösung vom Goldstandard kam mit der Krise der britischen Hegemonie und hat sich seitdem immer weiterentwickelt. Die Veränderungen des Goldstandards waren seit Bretton Woods immer verbunden mit der amerikanischen Hegemonie. Die Zukunft ist offen. Es ist zB. durchaus denkbar dass sich ein Keynsianisches Welt-ausgleichs-Geld durchsetzt. Dann wäre das Geld durch die Außenhandelsbilanzen gedeckt. Dann wäre aber die amerikanische Hegemonie passe und auch jede andere nationalstaatlich organisierte Hegemonie.

Also: Du hast recht, wenn Du die Veränderungen des Geldes als Krisensymptom verstehst. Heinrich hat recht, wenn er die Frage als für den Kapitalismus als solchen grundsätzlich nicht relevant ansieht. Die Lösung dieses scheinbaren Widerspruchs besteht darin, dass das Geld Symptom einer hegemonialen Krise ist, aber keiner Systemkrise.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie so oft: Beide Seiten haben Recht.</p>
<p>Die Art des Geldes ist keine rein ökonomische Frage sondern eng verknüpft mit der Frage der Hegemonie. Wer das Geld kontrolliert, ist (die einzige) Weltmacht. Die Goldbindung der Währung ist eine Erfindung der Briten und hat ihnen die Hegemonie gebracht. Vorher gab es Silberstandard. Die Loslösung vom Goldstandard kam mit der Krise der britischen Hegemonie und hat sich seitdem immer weiterentwickelt. Die Veränderungen des Goldstandards waren seit Bretton Woods immer verbunden mit der amerikanischen Hegemonie. Die Zukunft ist offen. Es ist zB. durchaus denkbar dass sich ein Keynsianisches Welt-ausgleichs-Geld durchsetzt. Dann wäre das Geld durch die Außenhandelsbilanzen gedeckt. Dann wäre aber die amerikanische Hegemonie passe und auch jede andere nationalstaatlich organisierte Hegemonie.</p>
<p>Also: Du hast recht, wenn Du die Veränderungen des Geldes als Krisensymptom verstehst. Heinrich hat recht, wenn er die Frage als für den Kapitalismus als solchen grundsätzlich nicht relevant ansieht. Die Lösung dieses scheinbaren Widerspruchs besteht darin, dass das Geld Symptom einer hegemonialen Krise ist, aber keiner Systemkrise.</p>
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