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	<title>Kommentare zu: Keimform &#8212; wovon?</title>
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		<title>Von: Annette</title>
		<link>http://wadk.de/2009/keimform-wovon/#comment-34</link>
		<dc:creator>Annette</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 10:55:15 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,

Eine Bemerkung zu 3., den Voraussetzungen und Bedingungen: 
Bei Marx wird ja auch unterschieden zwischen 

1. denjenigen Voraussetzungen und Bedingungen eines &quot;organischen Systems&quot;, das seine eigenen Voraussetzungen selbst herstellt (“Das einmal historisch entwickelte Capital schafft seine Existenzbedingungen selbst (nicht als Bedingungen seines Entstehens, sondern als Resultate seines Daseins.)” (in “Referaten zu meinen eignen Heften”, MEGA2II/21, S. 279))

2. und den &quot;historischen Voraussetzungen&quot;, die bei der Entstehung eines Systems wirken und noch nicht aus ihm selbst heraus kommen (die &quot;Ware Arbeitskraft&quot; lie&#223; sich nicht aus der Entwicklung der Kategorien selbst ableiten (vgl. MEGA2II/2, 91)).

Nun w&#228;re zu fragen, wie diese historische Voraussetzungen mit dem fr&#252;heren organischen System (insoweit andere Gesellschaftsordnungen (und sp&#228;tere) eins sind) zusammen h&#228;ngen. 
Das, was als historische Voraussetzung in diesem Sinne wirkt, ist auch ein historisches Produkt  der fr&#252;heren Gesellschaftsordnung (es entsteht ja nicht als &quot;Wunder&quot; von nirgendwoher), aber es ergibt sich nicht aus der inneren Logik dieser fr&#252;heren Gesellschaftsordnung, dass genau dieses zur Voraussetzung f&#252;r das Sp&#228;tere wird. 

Marx suchte mit dem Proletariat eine Voraussetzung f&#252;r das gew&#252;nschte Neue, das sich notwendig und logisch ableitbar aus dem Kapitalismus heraus zu seiner bestimmten Negation wird. 
Aber das reicht nicht aus, weil es diese Logik zu stark in sich tr&#228;gt. Was sind nun die anderen historischen Voraussetzungen, die erst aus der Sicht des Neuen deutlich werden, die der Kapitalismus zwar auch erm&#246;glicht (wenn sie unm&#246;glich sind, wirken sie nicht), die aber nicht innerhalb seiner Logik liegen? 

Nun, das ist das, was wir mit den &quot;Keimformen&quot; suchen, denke ich. Praxisformen, die die kapitalistische Vergesellschaftungsform konkret negieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>Eine Bemerkung zu 3., den Voraussetzungen und Bedingungen:<br />
Bei Marx wird ja auch unterschieden zwischen </p>
<p>1. denjenigen Voraussetzungen und Bedingungen eines &#8220;organischen Systems&#8221;, das seine eigenen Voraussetzungen selbst herstellt (“Das einmal historisch entwickelte Capital schafft seine Existenzbedingungen selbst (nicht als Bedingungen seines Entstehens, sondern als Resultate seines Daseins.)” (in “Referaten zu meinen eignen Heften”, MEGA2II/21, S. 279))</p>
<p>2. und den &#8220;historischen Voraussetzungen&#8221;, die bei der Entstehung eines Systems wirken und noch nicht aus ihm selbst heraus kommen (die &#8220;Ware Arbeitskraft&#8221; lie&#223; sich nicht aus der Entwicklung der Kategorien selbst ableiten (vgl. MEGA2II/2, 91)).</p>
<p>Nun w&#228;re zu fragen, wie diese historische Voraussetzungen mit dem fr&#252;heren organischen System (insoweit andere Gesellschaftsordnungen (und sp&#228;tere) eins sind) zusammen h&#228;ngen.<br />
Das, was als historische Voraussetzung in diesem Sinne wirkt, ist auch ein historisches Produkt  der fr&#252;heren Gesellschaftsordnung (es entsteht ja nicht als &#8220;Wunder&#8221; von nirgendwoher), aber es ergibt sich nicht aus der inneren Logik dieser fr&#252;heren Gesellschaftsordnung, dass genau dieses zur Voraussetzung f&#252;r das Sp&#228;tere wird. </p>
<p>Marx suchte mit dem Proletariat eine Voraussetzung f&#252;r das gew&#252;nschte Neue, das sich notwendig und logisch ableitbar aus dem Kapitalismus heraus zu seiner bestimmten Negation wird.<br />
Aber das reicht nicht aus, weil es diese Logik zu stark in sich tr&#228;gt. Was sind nun die anderen historischen Voraussetzungen, die erst aus der Sicht des Neuen deutlich werden, die der Kapitalismus zwar auch erm&#246;glicht (wenn sie unm&#246;glich sind, wirken sie nicht), die aber nicht innerhalb seiner Logik liegen? </p>
<p>Nun, das ist das, was wir mit den &#8220;Keimformen&#8221; suchen, denke ich. Praxisformen, die die kapitalistische Vergesellschaftungsform konkret negieren.</p>
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		<title>Von: Wege aus dem Kapitalismus &#187; Der frühe Marx zu Weltbildung des Kapitals – Logisches und Historisches</title>
		<link>http://wadk.de/2009/keimform-wovon/#comment-24</link>
		<dc:creator>Wege aus dem Kapitalismus &#187; Der frühe Marx zu Weltbildung des Kapitals – Logisches und Historisches</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 21:42:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://wadk.de/?p=268#comment-24</guid>
		<description>[...] In den &#214;konomisch-philosophischen Manuskripten von Marx habe ich folgende Darstellung der logischen Entwicklung des Verh&#228;ltnisses Kapital und Arbeit gefunden und daran einige &#220;berlegungen gekn&#252;pft. Die ber&#252;hren direkt sowohl unser letztes Hegel-Seminar (Begriffslogik) als auch das Kommunismus-Seminar und das folgende zu den Logiken von Hegel und Marx und eben die letzte Diskussion zu „Keimform wovon?“ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] In den &#214;konomisch-philosophischen Manuskripten von Marx habe ich folgende Darstellung der logischen Entwicklung des Verh&#228;ltnisses Kapital und Arbeit gefunden und daran einige &#220;berlegungen gekn&#252;pft. Die ber&#252;hren direkt sowohl unser letztes Hegel-Seminar (Begriffslogik) als auch das Kommunismus-Seminar und das folgende zu den Logiken von Hegel und Marx und eben die letzte Diskussion zu „Keimform wovon?“ [...]</p>
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