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	<title>Kommentare zu: Gebrauchswert und Universalität</title>
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		<title>Von: Formkritik &#187; Robert Kurz zum Gebrauchswert</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-237</link>
		<dc:creator>Formkritik &#187; Robert Kurz zum Gebrauchswert</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 13:31:44 +0000</pubDate>
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		<description>[...] brauchbar sind (Arbeitskraft, Kapital) und es entsteht auch erst mit dem Kapitalismus eine Situation, in der die Vielfalt der nützlichen Dinge als Sammlung von Objekten zu beschreiben ist, d....    KategorienAllgemein Tags:         Kommentare (0) Trackbacks (0) Einen Kommentar schreiben [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] brauchbar sind (Arbeitskraft, Kapital) und es entsteht auch erst mit dem Kapitalismus eine Situation, in der die Vielfalt der nützlichen Dinge als Sammlung von Objekten zu beschreiben ist, d&#8230;.    KategorienAllgemein Tags:         Kommentare (0) Trackbacks (0) Einen Kommentar schreiben [...]</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-147</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 11:18:49 +0000</pubDate>
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		<description>@Matti: Häufig wird noch dieses Zitat aus dem »Kapital«, Band 1, S. 57, als Beleg verwendet (es gibt aber noch mehr):&lt;blockquote&gt;Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit daher eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln.&lt;/blockquote&gt;- hier dann im Konnex mit überhistorisch verstandener »Arbeit«. Du schreibst:&lt;blockquote&gt;Dabei ist dieses ausgeschlossen sein des GW aus der Ökonomie gerade seine Bestimmtheit.&lt;/blockquote&gt;und begründest das damit, dass der GW nicht das gesellschaftliche Produktionsverhältnis ausdrückt (Zustimmung). Damit ist der GW jedoch nicht aus der Ökonomie ausgeschlossen, sondern unabdingbar, zwar nur der Form des »überhaupt GW sein« müssens, aber immer in notwendiger Verbindung mit dem Wert. Diese Unterscheidung findest du auch im Artikel angeführten Zitat, in dem Marx den »Gebrauchswert als Gebrauchswert« außerhalb der Ökonomie sieht, den GW aber als Träger von Wert innerhalb. -- Und das ist das, was ich merkwürdig bzw. widersprüchlich finde: GW ist damit gleichzeitig formspezifischer und überhistorischer Begriff.

Noch ein Zitat (Kapital 1, S. 50): &lt;blockquote&gt;Die Nützlichkeit eines Dings macht es zum Gebrauchswert.&lt;/blockquote&gt;Genauer müsste der Satz eigentlich heißen: »Die Nützlichkeit eines Dings macht es im Kapitalismus zum Gebrauchswert«, aber sonst nicht, würde ich ergänzen. Nur im Kapitalismus gewinnt die Nützlichkeit ihre Funktion als Gebrauchswert. Wenn man Nützlichkeit=Gebrauchswert setzt (wie Marx und meisten Interpreten), sieht man den Unterschied nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Matti: Häufig wird noch dieses Zitat aus dem »Kapital«, Band 1, S. 57, als Beleg verwendet (es gibt aber noch mehr):<br />
<blockquote>Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit daher eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln.</p></blockquote>
<p>- hier dann im Konnex mit überhistorisch verstandener »Arbeit«. Du schreibst:<br />
<blockquote>Dabei ist dieses ausgeschlossen sein des GW aus der Ökonomie gerade seine Bestimmtheit.</p></blockquote>
<p>und begründest das damit, dass der GW nicht das gesellschaftliche Produktionsverhältnis ausdrückt (Zustimmung). Damit ist der GW jedoch nicht aus der Ökonomie ausgeschlossen, sondern unabdingbar, zwar nur der Form des »überhaupt GW sein« müssens, aber immer in notwendiger Verbindung mit dem Wert. Diese Unterscheidung findest du auch im Artikel angeführten Zitat, in dem Marx den »Gebrauchswert als Gebrauchswert« außerhalb der Ökonomie sieht, den GW aber als Träger von Wert innerhalb. &#8212; Und das ist das, was ich merkwürdig bzw. widersprüchlich finde: GW ist damit gleichzeitig formspezifischer und überhistorischer Begriff.</p>
<p>Noch ein Zitat (Kapital 1, S. 50):<br />
<blockquote>Die Nützlichkeit eines Dings macht es zum Gebrauchswert.</p></blockquote>
<p>Genauer müsste der Satz eigentlich heißen: »Die Nützlichkeit eines Dings macht es im Kapitalismus zum Gebrauchswert«, aber sonst nicht, würde ich ergänzen. Nur im Kapitalismus gewinnt die Nützlichkeit ihre Funktion als Gebrauchswert. Wenn man Nützlichkeit=Gebrauchswert setzt (wie Marx und meisten Interpreten), sieht man den Unterschied nicht.</p>
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		<title>Von: Matti</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-144</link>
		<dc:creator>Matti</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 18:02:34 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefan: Ich weiß leider nicht, welche anderen Passagen von Marx begründen, das er den Gebrauchswert als überhistorische Kategorie verwendet hat. Das von dir gebrachte Zitat tut das meinem Verständnis nach jedenfalls gerade nicht.
Ich nehme mal an, da der Gebrauchswert als &quot;jenseits des Betrachtungskreises der politischen Ökonomie&quot; liegend bestimmt wird, scheint es so, als würde dies bedeuten, der GW wäre unbestimmt durch diese und deshalb nicht von der besonderen Produktionsweise gesetzt, als käme er dem Produkt von Natur aus zu. Dabei ist dieses ausgeschlossen sein des GW aus der Ökonomie gerade seine Bestimmtheit.
Die Ware muss nur überhaupt GW sein. Die konkrete Nützlichkeit dieses Produktes stellt jedoch nicht den gesellschaftlichen Vermittlungszusammenhang dar, sondern allein der Tauschwert. Damit drückt der jeweilige bestimmte GW des bestimmten Produkts eben nicht das konkrete gesellschaftliche Produktionsverhältnis aus.
Marx erfasst hier also die historische Besonderheit des Gebrauchtwerts ganz genau.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: Ich weiß leider nicht, welche anderen Passagen von Marx begründen, das er den Gebrauchswert als überhistorische Kategorie verwendet hat. Das von dir gebrachte Zitat tut das meinem Verständnis nach jedenfalls gerade nicht.<br />
Ich nehme mal an, da der Gebrauchswert als &#8220;jenseits des Betrachtungskreises der politischen Ökonomie&#8221; liegend bestimmt wird, scheint es so, als würde dies bedeuten, der GW wäre unbestimmt durch diese und deshalb nicht von der besonderen Produktionsweise gesetzt, als käme er dem Produkt von Natur aus zu. Dabei ist dieses ausgeschlossen sein des GW aus der Ökonomie gerade seine Bestimmtheit.<br />
Die Ware muss nur überhaupt GW sein. Die konkrete Nützlichkeit dieses Produktes stellt jedoch nicht den gesellschaftlichen Vermittlungszusammenhang dar, sondern allein der Tauschwert. Damit drückt der jeweilige bestimmte GW des bestimmten Produkts eben nicht das konkrete gesellschaftliche Produktionsverhältnis aus.<br />
Marx erfasst hier also die historische Besonderheit des Gebrauchtwerts ganz genau.</p>
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	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-124</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 11:04:41 +0000</pubDate>
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		<description>@Juli: Wieso sollte es in vorkapitalistischen Gesellschaften »Wert« und »abstrakte Arbeit« gegeben haben? Auch den Begriff der Arbeitsteilung hatte ich nicht verwendet. Deswegen ist mir nicht klar, was du mit der (vermutlich nur illustrativen) Frage zeigen willst. Anyway: Dass die Kriterien für die Nutzung von Gegenständen unterschiedlich sind (Vorkap und Kap), scheint mir klar zu sein. Und ja, vor dem Kapitalismus lagen diese außerhalb der Produktion -- dies aber allein schon deswegen, weil es einen derart separierten Bereich der »Produktion« (im Unterschied zur abgespaltenen »Reproduktion«) gar nicht gab. Ja, sicher ist das ein qualitativer Unterschied.

Mein Punkt war nur eine Kritik der Begründung von Postone, es habe vor dem Kapitalismus keine Universalität/Allgemeinheit gegeben. Doch, die hat es. Jede Gesellschaft erzeugt ihre Form der Allgemeinheit. Es gilt, sie inhaltlich zu qualifizieren, um sie im Vergleich -- qualitativ! -- zwischen den Gesellschaftsformen unterscheidbar zu machen.

Die Implikation der Annahme, erst der Kapitalismus habe überhaupt erst »Allgemeinheit«/»Universalität« erzeugt, hat ziemliche Konsequenzen für den Begriff von der Gesellschaft bzw. dem Menschen. Irgendwo habe ich dann auch den logisch nachvollziehbaren, aber theoretisch gefährlichen Schluss gelesen, vor dem Kapitalismus sei die Gesellschaft eigentlich gar keine gewesen. Dies spricht theoretisch der Gesellschaft die Menschlichkeit und dem Menschen die Gesellschaftlichkeit ab.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Juli: Wieso sollte es in vorkapitalistischen Gesellschaften »Wert« und »abstrakte Arbeit« gegeben haben? Auch den Begriff der Arbeitsteilung hatte ich nicht verwendet. Deswegen ist mir nicht klar, was du mit der (vermutlich nur illustrativen) Frage zeigen willst. Anyway: Dass die Kriterien für die Nutzung von Gegenständen unterschiedlich sind (Vorkap und Kap), scheint mir klar zu sein. Und ja, vor dem Kapitalismus lagen diese außerhalb der Produktion &#8212; dies aber allein schon deswegen, weil es einen derart separierten Bereich der »Produktion« (im Unterschied zur abgespaltenen »Reproduktion«) gar nicht gab. Ja, sicher ist das ein qualitativer Unterschied.</p>
<p>Mein Punkt war nur eine Kritik der Begründung von Postone, es habe vor dem Kapitalismus keine Universalität/Allgemeinheit gegeben. Doch, die hat es. Jede Gesellschaft erzeugt ihre Form der Allgemeinheit. Es gilt, sie inhaltlich zu qualifizieren, um sie im Vergleich &#8212; qualitativ! &#8212; zwischen den Gesellschaftsformen unterscheidbar zu machen.</p>
<p>Die Implikation der Annahme, erst der Kapitalismus habe überhaupt erst »Allgemeinheit«/»Universalität« erzeugt, hat ziemliche Konsequenzen für den Begriff von der Gesellschaft bzw. dem Menschen. Irgendwo habe ich dann auch den logisch nachvollziehbaren, aber theoretisch gefährlichen Schluss gelesen, vor dem Kapitalismus sei die Gesellschaft eigentlich gar keine gewesen. Dies spricht theoretisch der Gesellschaft die Menschlichkeit und dem Menschen die Gesellschaftlichkeit ab.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Juli</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-122</link>
		<dc:creator>Juli</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 08:17:12 +0000</pubDate>
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		<description>Hm, mir leuchtet das alles noch nicht ein. M.E. stellt sich das Problem wie folgt dar:

Arbeitsteilung hat es schon immer gegeben. In vorkapitalistischen Gesellschaften war die nur anders organisiert. Und es war auch zumeist so, das die einen mehr und die anderen weniger zu tun haben. Insofern ließe sich argumentieren, das auch &#039;Wert&#039; und &#039;abstrakte Arbeit&#039; nur eine Form von Arbeitsteilung seien und das alles nichts neues wäre. Das trifft aber den Kern des Problems nicht, weil es ja gerade die Qualität der Arbeitsteilung ist, um die es geht: während in vorkapitalistischen mal transparente, mal intransparente, aber doch stets außerhalb der Arbeitsteilung begründete Kriterien festlegen, wer was wann tut, ergeben sich im Kapitalismus die Kriterien dafür, wer was wann tut gerade aus diesem Tun selber. Nämlich darüber, das Menschen ihre Arbeitsprodukte aufeinander beziehen und sich von den Ergebnissen dieses Bezuges abhängig machen.

Und genau dasselbe gilt freilich auch für den Nutzwert der produzierten Gegenstände. Klar: auch im Kapitalismus können nicht alle Menschen alle Gegenstände nutzen. Gerade das sie es nicht können, macht ja die Warenproduktion notwendig. Insofern hat sich auch hier auf den ersten Blick nicht viel geändert. Aber auch hier kann beschrieben werden, das sich die Qualität der Entscheidung darüber, wer was wann nutzen darf und wer was wann nicht nutzen darf, verändert hat. Auch hier wird dies in vorkapitalistischen Gesellschaften mit Kriterien begründet, die außerhalb der Herstellung dieser Gegenstände liegen und in bspw. ständischen oder geschlechtsabhängigen Ursachen liegen. Im Gegensatz dazu organisiert der Kapitalismus die Nutzfähigkeit ebenfalls direkt aus der Sphäre der Produktion dieser Güter heraus: Nutzbar ist, was kaufbar ist und wer das Geld hat, kann es auch nutzen. Während in vorkapitalistischen Zeiten viele Gegenstände über den Erwerb hinaus mit sozialen, religiösen, ethischen etc. Regeln belegt waren.

Und das scheint mir tatsächlich ein qualitativer Unterschied zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm, mir leuchtet das alles noch nicht ein. M.E. stellt sich das Problem wie folgt dar:</p>
<p>Arbeitsteilung hat es schon immer gegeben. In vorkapitalistischen Gesellschaften war die nur anders organisiert. Und es war auch zumeist so, das die einen mehr und die anderen weniger zu tun haben. Insofern ließe sich argumentieren, das auch &#8216;Wert&#8217; und &#8216;abstrakte Arbeit&#8217; nur eine Form von Arbeitsteilung seien und das alles nichts neues wäre. Das trifft aber den Kern des Problems nicht, weil es ja gerade die Qualität der Arbeitsteilung ist, um die es geht: während in vorkapitalistischen mal transparente, mal intransparente, aber doch stets außerhalb der Arbeitsteilung begründete Kriterien festlegen, wer was wann tut, ergeben sich im Kapitalismus die Kriterien dafür, wer was wann tut gerade aus diesem Tun selber. Nämlich darüber, das Menschen ihre Arbeitsprodukte aufeinander beziehen und sich von den Ergebnissen dieses Bezuges abhängig machen.</p>
<p>Und genau dasselbe gilt freilich auch für den Nutzwert der produzierten Gegenstände. Klar: auch im Kapitalismus können nicht alle Menschen alle Gegenstände nutzen. Gerade das sie es nicht können, macht ja die Warenproduktion notwendig. Insofern hat sich auch hier auf den ersten Blick nicht viel geändert. Aber auch hier kann beschrieben werden, das sich die Qualität der Entscheidung darüber, wer was wann nutzen darf und wer was wann nicht nutzen darf, verändert hat. Auch hier wird dies in vorkapitalistischen Gesellschaften mit Kriterien begründet, die außerhalb der Herstellung dieser Gegenstände liegen und in bspw. ständischen oder geschlechtsabhängigen Ursachen liegen. Im Gegensatz dazu organisiert der Kapitalismus die Nutzfähigkeit ebenfalls direkt aus der Sphäre der Produktion dieser Güter heraus: Nutzbar ist, was kaufbar ist und wer das Geld hat, kann es auch nutzen. Während in vorkapitalistischen Zeiten viele Gegenstände über den Erwerb hinaus mit sozialen, religiösen, ethischen etc. Regeln belegt waren.</p>
<p>Und das scheint mir tatsächlich ein qualitativer Unterschied zu sein.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Tim S.</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-119</link>
		<dc:creator>Tim S.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 10:22:01 +0000</pubDate>
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		<description>Ihr überseht für meinen Geschmack das auch im Kapitalismus KEINE universale Nützlichkeit von Dingen gegeben ist!

Waren es früher die Stände, so ist es heute das zur Verfügung stehende Kapital was ein Ding zum &#039;nutzbaren&#039; Gebrauchswert macht. Von daher könnte man nach eurer Auffassung NIEMALS von einer &#039;universalen Nützlichkeit des Gebrauchswertes&#039; sprechen, auch nicht im Kapitalismus.

Es bleibt dabei was Marx sagt, Dinge haben IMMER schon einen Gebrauchswert, für wen und in welcher Form mag in jeder historischen Epoche speziell zu untersuchen sein, die Tatsache an sich aber lässt sich nicht leugnen und ist in jeder Hinsicht &#039;überhistorisch verwendbar&#039;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr überseht für meinen Geschmack das auch im Kapitalismus KEINE universale Nützlichkeit von Dingen gegeben ist!</p>
<p>Waren es früher die Stände, so ist es heute das zur Verfügung stehende Kapital was ein Ding zum &#8216;nutzbaren&#8217; Gebrauchswert macht. Von daher könnte man nach eurer Auffassung NIEMALS von einer &#8216;universalen Nützlichkeit des Gebrauchswertes&#8217; sprechen, auch nicht im Kapitalismus.</p>
<p>Es bleibt dabei was Marx sagt, Dinge haben IMMER schon einen Gebrauchswert, für wen und in welcher Form mag in jeder historischen Epoche speziell zu untersuchen sein, die Tatsache an sich aber lässt sich nicht leugnen und ist in jeder Hinsicht &#8216;überhistorisch verwendbar&#8217;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Benni</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-89</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 18:20:29 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, meine Beispiele waren Bullshit, zugegeben. Ob das auch für die These selbst gilt muss ich mir erst noch überlegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, meine Beispiele waren Bullshit, zugegeben. Ob das auch für die These selbst gilt muss ich mir erst noch überlegen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-87</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 10:23:42 +0000</pubDate>
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		<description>Im Mittelalter gab&#039;s keine Autos, also konnten sie dort auch nicht nützlich sein (auch nicht zum »Eindruck schinden«). Jemand muss Nützliches nicht nur benutzen können, sondern jemand muss es bauen können, und dafür muss es als Zweck gedacht werden können. Insofern sind deine Fragen künstlich konstruiert (Buch ohne Schrift...). Bei einem überhistorischen Begriff von Nützlichkeit geht es gerade nicht um alle überhaupt möglichen Dinge oder Zwecke, sondern allgemein darum, dass Dinge nützlich sind -- selbstverständlich die jeweils historisch-spezifisch machbaren, nutzbaren, denkbaren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mittelalter gab&#8217;s keine Autos, also konnten sie dort auch nicht nützlich sein (auch nicht zum »Eindruck schinden«). Jemand muss Nützliches nicht nur benutzen können, sondern jemand muss es bauen können, und dafür muss es als Zweck gedacht werden können. Insofern sind deine Fragen künstlich konstruiert (Buch ohne Schrift&#8230;). Bei einem überhistorischen Begriff von Nützlichkeit geht es gerade nicht um alle überhaupt möglichen Dinge oder Zwecke, sondern allgemein darum, dass Dinge nützlich sind &#8212; selbstverständlich die jeweils historisch-spezifisch machbaren, nutzbaren, denkbaren.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Benni</title>
		<link>http://wadk.de/2009/gebrauchswert-und-universalitaet/#comment-57</link>
		<dc:creator>Benni</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 10:43:51 +0000</pubDate>
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		<description>Ob ein Ding Nützilchkeit in einer konkreten Situation für einen konkreten Menschen hat, ist immer durch die gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmt. Der Gebrauchswert eines Autos war im Mittelalter sicherlich geringer als heute (wenn man mal vom Eindruck schinden absieht), weil die Straßenverhältnisse es nicht benutzbar gemacht haben. Oder allgemeiner: Nicht nur die Infrastruktur sondern auch die Fähigkeiten entscheiden über den Gebrauchswert. Irgendjemand im gesellschaftlichen Umfeld muß die Fähigkeiten haben um ein Ding zu benutzen, sonst hat es keinen Gebrauchswert. Was nützte ein Buch, das beschreibt wie man Feuer macht, bevor die Schrift erfunden wurde? So gesehen finde ich einen überhistorischen Begriff von &quot;Nützlichkeit&quot; problematisch. Was sollte das sein? Also: Gebrauchswert ist kapitalistisch spezifisch aber in jeder anderen Gesellschaft ist das auch nicht anders, es gibt keinen überhistorischen Begriff von Nützlichkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ob ein Ding Nützilchkeit in einer konkreten Situation für einen konkreten Menschen hat, ist immer durch die gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmt. Der Gebrauchswert eines Autos war im Mittelalter sicherlich geringer als heute (wenn man mal vom Eindruck schinden absieht), weil die Straßenverhältnisse es nicht benutzbar gemacht haben. Oder allgemeiner: Nicht nur die Infrastruktur sondern auch die Fähigkeiten entscheiden über den Gebrauchswert. Irgendjemand im gesellschaftlichen Umfeld muß die Fähigkeiten haben um ein Ding zu benutzen, sonst hat es keinen Gebrauchswert. Was nützte ein Buch, das beschreibt wie man Feuer macht, bevor die Schrift erfunden wurde? So gesehen finde ich einen überhistorischen Begriff von &#8220;Nützlichkeit&#8221; problematisch. Was sollte das sein? Also: Gebrauchswert ist kapitalistisch spezifisch aber in jeder anderen Gesellschaft ist das auch nicht anders, es gibt keinen überhistorischen Begriff von Nützlichkeit.</p>
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